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Zum Risiko für das Jubiläumsjahr 2020 entwickelt sich

20. September 2016
die aufwendige Sanierung der alten Beethovenhalle. Darauf haben die BÜRGER FÜR BEETHOVEN angesichts der unrealistisch knapp kalkulierten Bauzeit hingewiesen. Zwischen der geplanten Fertigstellung und dem Beginn des Jubiläumsjahres mit dem Beethvoenfest 2019 liegt nach neuen Angaben der Bonner Stadtverwaltung ein zeitlicher Puffer von nur sechs Monaten. Ausserdem ist trotz der schon jetzt auf 60 Mio Euro geschätzten Sanierung keine akustische Verbesserung in der alten Mehrzweckhalle vorgesehen.
Zum Risiko für das Jubiläumsjahr 2020 entwickelt sich

 

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Luxussanierung der Beethovenhalle gefährdet Beethoven 2020 

Bürger für Beethoven warnen vor unkalkulierbarer Bauzeit 

Erhebliche Risiken für das Beethoven-Jubiläum 2020 sehen die BÜRGER FÜR BEETHOVEN, wenn der Rat in seiner Sitzung am Donnerstag an der aufwendigen Sanierung der Beethovenhalle festhalten sollte. Der Vereinsvorsitzende Stephan Eisel sagte dazu: "Die Verwaltung legt dem Rat nicht nur eine erhebliche Kostensteigerung zur Beschlussfassung vor, sondern dehnt zugleich die Bauzeit so aus, dass zwischen geplanter Fertigstellung der Halle und dem Beginn des Jubiläumsjahrs nur noch sechs Monate liegen. Damit wird die rechtzeitige Fertigstellung zum reinen Lotteriespiel und das Risiko ist gross, dass wir uns 2020 mit einer Baustelle blamieren." 

Statt sich weiteren unvermeidlichen Kostensteigerungen und Zeitverzögerungen  bei der Altbausanierung hilflos auszusetzen, sollte der Bonner Rat nach Auffassung der BÜRGER FÜR BEETHOVEN eine Kurskorrektur vornehmen: "Es genügt für das Beethoven-Ju­biläum 2020 völlig, die Beethovenhalle in einen betriebssicheren Zustand zu bringen -  so wie das der Oberbürgermeister Ende 2015 vorgeschlagen hat. Dann wäre wenigstens die rechtzeitige Fertigstellung gesichert." 

In der Beschlussvorlage für die Ratssitzung ‪am 22. September heisst es im Blick auf die vorgesehene Bauzeit  ausdrücklich, „dass der große Saal ab sofort auf dem kritischen Pfad liegt." Im August hatte das zuständige Planungsbüro dem "Projektbeirat  Sanierung Beethovenhalle" mitgeteilt, es „muss mit weiteren sechs Monaten Planungs- und Bauzeit gerechnet werden." 

Noch im April 2016 hatte die Verwaltung dem Rat versichert: „Die Fertigstellung aller baulichen Arbeiten und damit Inbetriebnahme der Halle für Veranstaltungen ist derzeit zum ‪10.09.2018 geplant ... Derzeit bestehen im Rahmen der Projekt-Zeitplanung keine Hinweise, dass das Zeitziel der Baufertigstellung gefährdet sein könnte.“ Diese Verwaltungseinschätzung musste schon drei Monate später korrigiert werden. 

Konkret bedeutet die jetzt mitgeteilte sechsmonatige Verzögerung, dass zwischen geplanter Baufertigstellung und dem Beginn des Jubiläumsjahres 2020 mit dem Beethovenfest 2019 nur noch ein Zeitpuffer von sechs Monaten liegt. Angesichts des Umfangs der geplanten Sanierung halten die BÜRGER FÜR BEETHOVEN dies für ein unkalkulierbares Risiko. 

Der Verein kritisiert auch, dass trotz bereits jetzt veranschlagter Ausgaben in Höhe von 60 Mio Euro eine Verbesserung der Akustik für die Zuhörer im Großen Saal aus­drücklich nicht vorgesehen ist. In den Unterlagen für den Sanierungsbeschluss des Rates vom 10. Dezember 2015 heisst es dazu wörtlich: „Projektgrenzen: Keine raumakustische Verbesserung des großen Saales für Musik.“ Ausserdem habe das zuständige Planungsbüro dem  „Projektbeirat Sanierung Beethovenhalle“ im August dargelegt, dass die im Sommer mitgeteilte Kostensteigerung von 5,5 Mio Euro nur vorläufig sei. Man brauche statt bis Ende 2016 "bis Mai 2017, bis alles durchgeplant ist und ausgeschrieben werden kann." Dann erst wisse man, wie hoch der „Marktpreis“ für die Arbeiten tatsächlich sei. Eisel dazu: "Finanziell ist die Hallensanierung schon jetzt ein Fass ohne Boden."

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