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Perspektiven für Bonn als Beethovenstadt sucht man leider

vergebens im Koalitionsvertrag von Grünen, SPD, Linker und Volt für die Bonner Kommunalpolitik bis 2025. Die BÜRGER FÜRBEETHOVEN sehen darin die Gefahr, dass Rat und Verwaltung in jenen Trott der Gleichgültigkeit zurückfallen, mit dem vor dem Beethoven-Jubiläum Bonns größter Sohn oft behandelt wurde. Auch das Fehlen eines angemessenen Konzertsaals in der Beethovenstadt werde von der neuen Ratskoalition nicht thematisiert. Stattdessen wolle man durch eine Sanierung des alten Operngebäudes im Bestand die Fehler bei der Beethovenhalle wiederholen. Statt eines weiteren Millionengrabes brauche Bonn aber Mut zur Zukunft.  Als Beispiel verweist der Verein auf das 2014 in Florenz eröffnete kombinierte Konzert- und Opernhaus.
Perspektiven für Bonn als Beethovenstadt sucht man leider

 

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Desinteresse an Bonn als Beethovenstadt ist fahrlässig

Bürger für Beethoven vermissen Perspektiven im Koalitionsvertrag

Kritisch sehen die BÜRGER FÜR BEETHOVEN die Vorhabenliste, die die Ratskoalition aus Grünen, SPD, Linker und Volt für die Kommunalpolitik bis 2025 vorgelegt haben. Nach einer Beratung mit den 15 Vorstandsmitgliedern sagte der Vorsitzende Stephan Eisel: „Wir sehen alle ein erhebliches Defizit beim Thema Beethoven. Es findet sich im Koalitionsvertrag kein Wort zur Weiterentwicklung Bonns als Beethovenstadt und nichts dazu, wie man den Schwung des Jubiläumsjahres nutzen sollte. Mit dieser Grundhaltung des Desinteresses werden Rat und Verwaltung in jenen Trott der Gleichgültigkeit zurückfallen, mit dem vor dem Beethoven-Jubiläum Bonns größter Sohn oft behandelt wurde.“ 

Es sei zwar zu begrüßen, dass die Ratskoalition dem Beethoven-Orchester und dem Beethovenfest wenigstens Bestandsschutz gewähre. Aber Bestandsschutz sei keine Zukunftsperspektive. So bleibe die Notwendigkeit ausgespart, Bund und Land strukturell beim Beethovenfest einzubinden. Aussagen zum Beethoven-Haus sucht man ebenso vergebens wie die Beethoven-JubiläumsGmbH. Im Abschnitt „Tourismus und Steigerung der Attraktivität der Stadt Bonn“ werden als „wichtige Persönlichkeiten“ nur Clara Schumann und August Macke genannt: „Ludwig van Beethoven kommt im Koalitionsvertrag garnicht vor. Es wäre fahrlässig, wenn die Ratsmehrheit hier nicht nachbessert. Wer das Alleinstellungsmerkmal der 22 Bonner Beethovenjahre nicht erkennt, lässt großen Chancen für Bonn im nationalen und internationalen Städtewettbewerb ungenutzt.“ 

Die BÜRGER FÜR BEETHOVEN kritisieren auch das Fehlen eines angemessenen Konzertsaals in der Beethovenstadt Bonn im Koalitionsvertrag. Stattdessen wolle man durch eine Sanierung des alten Operngebäudes im Bestand die Fehler bei der Beethovenhalle wiederholen: „Statt eines weiteren Millionengrabes braucht Bonn aber Mut zur Zukunft.“ 

Deshalb sollte die Stadt nach Meinung des Beethoven-Vereins bei der Oper neben einem Neubau am jetzigen Standort auf jeden Fall die Option eines Beethoven-Campus in Betracht ziehen. Dieses Konzept hat bei sechs geprüften Alternativen im von der Stadt 2018 beauftragten actori-Gutachten die besten Noten erhalten, eine Sanierung die schlechtesten. „Warum befragt man eigentlich Experten, wenn deren Empfehlungen dann in den Wind geschlagen werden.“ Die BÜRGER FÜR BEETHOVEN verweisen als Anregung für ein neues beispielhaftes Kulturgebäude auf das 2014 in Florenz eröffnete neue kombinierte Konzert- und Opernhaus. Es hat für Oper und Konzerte aller Art einen großen Saal und für Theater, Kammermusik und andere Formate einen kleinen Saal und bietet außerdem noch eine Freiluftbühne: „Ein solches modernes Gebäude ist nicht nur im Bau kalkulierbarer, sondern auch im Betrieb effizienter und umweltverträglicher. Es würde auch unterschiedliche Musiksparten wie Klassik, Jazz und Rock ganz im Sinne Beethovens zusammenführen und könnte offener Begegnungsort der Kultur werden – auch für die vielen freiberuflichen Musiker und Künstler, die es in Bonn gibt.“ Die offene Wunde eines fehlenden modernen Konzertsaales in der Beethovenstadt könne mit Beetho­venhalle als Mehrzwecksaal nicht geschlossen werden, zumal man sich man sich durch die aufwendige denkmalgerechte Sanierung gegen eine Verbesserung der Akustik für Kon­zertbesucher entschieden habe.

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