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Die Gedankenwelt der Aufklärung war für Beethoven

01. Juni 2020
nicht nur ein bestimmendes Thema seiner 22 Bonner Jahre.  Ihn trieb zeitlebens die drängende Frage um, die er 1795 aus Wien in einem Brief an seinen Freund aus Bonner Tagen, Heinrich Struve, formulierte: „wann wird auch der Zeitpunkt kommen, wo es nur Menschen geben wird, wir werden wohl diesen Glücklichen Zeitpunkt nur an einigen Orten heran nahen sehen, aber allgemein – das werden wir nicht sehen, da werden wohl noch JahrHunderte vorübergehen.“ Beethovens Aktualität zeigt sich auch daran, wie brennend diese Frage immer noch ist.
Die Gedankenwelt der Aufklärung war für Beethoven

 

Wenn Sie mehr über Beethoven in Bonn erfahren wollen:


Im März 2020 ist von Stephan Eisel das "kleine" Beethoven-Buch "Beethoven in Bonn" (128 Seiten incl. englischer Übersetzung) erschienen, vor der Sommerpause 2020 erscheint von ihm das "große" Beethoven-Buch "Beethoven - Die 22 Bonner Jahre" (über 550 Seiten).

 

Den folgenden Text können Sie hier ausdrucken. 

 

Dabei handelt es sich mit den 3. Teil der achtteilige Beethoven-Serie von Stephan Eisel zum Beethoven-Jubiläum im General-Anzeiger:

 

Stephan Eisel

Beethoven und die Aufklärung:
„Wo es nur noch Menschen geben wird“

Ein Ungeheuer, sein Name Fanatismus“ sei aus den „Tiefen der Hölle entstiegen“. Es habe sich ausgebreitet „und es ward Nacht“. Besiegt habe es Kaiser Joseph als aufgeklärter Herrscher: „Da stiegen die Menschen an’s Licht“. So beschrieb es der junge Bonner Dichter Severin Anton Averdonk in seinem Text für eine Trauerkantate auf den Tod des Kaisers am 20. Februar 1790.

Den prestigeträchtigen Auftrag, den Text für eine Trauerfeier zu vertonen, erhielt der 19-jährige Ludwig van Beethoven. Kaiser Joseph II. war ein Bruder des in Bonn residierenden Kölner Kurfürsten Max Franz. Beethovens so entstandene Kantate auf den Tod Josephs II. für Solostimmen, Chor und Orchester WoO 87 wirft ein Schlaglicht darauf, wie sehr Bonn damals von den Werten der Aufklärung geprägt war und zeigt zugleich, wie aktuell sein Werk immer wieder ist.

Bonn war zu Beethovens Zeiten als Residenzstadt Zentrum des staatlichen und kulturellen Lebens und zugleich ein Ort großer geistiger Offenheit. Kurfürst Max Franz war ein liberaler Regent, der sich nicht nur mit konkreten Reformen den Werten der Aufklärung verpflichtet sah, sondern sich auch durch seinen bescheidenen Lebensstil von absolutistischer Prunksucht abgrenzte. Angesichts der Französischen Revolution wollte er zeigen, dass es keines Umsturzes bedurfte, um das Leben für die Menschen zu verbessern.

In einem Brief vom 29. April 1790 an seinen einige Monate später ebenfalls zum Kaiser gekrönten Bruder Leopold schrieb Max Franz: „So sehr ich abgeneigt bin, jemals ein Helfershelfer der Tyrannei und Quälerei zu sein, ebenso bin ich aufs lebhafteste und uneigennützigste vom Eifer beseelt für die Erhaltung der Formen der Regierung, ohne die man allen Schrecken ausgesetzt ist, wovon Frankreich uns täglich Beispiele liefert.“ Weder wollte er französische Revolutionäre in Bonn sehen noch Revolutionsflüchtlinge, denen er vorwarf, „durch ihr zügelloses und intrigantes, eigennütziges Betragen die Revolution herbeigeführt“ zu haben.

Max Franz hatte schon bei seinem Antrittsbesuch in Bonn für sich die klare Leitlinie formuliert: „Trachte dein Volk klüglich zu regieren und glücklich zu machen.“ So wehrte er sich als Kölner Erzbischof  im Nuntiaturstreit gegen die ständigen Zensurversuche des Vatikans gegen liberales Gedankengut und setzte gemeinsam mit den Erzbischöfen von Mainz, Salzburg und Trier im August 1786 in der „Emser Punktation“ der päpstlichen Gerichtsbarkeit im eigenen Herrschaftsgebiet klare Schranken.In der Regierungszeit von Max Franz konnten sich Ideen der Aufklärung in Bonn weitgehend ungehindert Bahn brechen. Dabei ist auffällig, dass gerade Musiker und Musikliebhaber hier eine zentrale Rolle spielten. Als in Bonn 1781 eine Sektion des Geheimbundes der „Illuminaten“ entstand, der durch sittliche Verbesserung die Herrschaft von Menschen über Menschen überflüssig machen wollte, gehörten zu der zwölfköpfigen Gruppe Beethovens Lehrer Christian Gottlob Neefe ebenso wie die Hofmusiker Franz Anton Ries und Nikolaus Simrock.

Nach der Auflösung der Bonner Illuminatengruppe 1785 waren zwei Jahre später mit Neefe, Ries und Simrock und dem neuen kurfürstlichen Musikdirektor Joseph Reicha wiederum führende Mitglieder der Hofkapelle an der Gründung der Lesegesellschaft beteiligt. Weil Druckerzeugnisse teuer waren, war man auf die Idee gekommen, Zeitschriften und Journale zu teilen und kursieren zu lassen. Kurfürst Max Franz stellte dafür im Rathaus Räume zur Verfügung. Aus dem gemeinsamen Lesestoff ergab sich der Stoff für Gespräche und Debatten. Beethovens Kollegen- und Freundeskreis war fast ausnahmslos involviert. Er selbst war wohl nur wegen des für seine Lebensumstände hohen Beitrages nicht Mitglied geworden.

Eine weitere wichtige Institution der Aufklärung in Bonn war bereits Jahre zuvor von Kurfürst Maximilian Friedrich mit der Maxschen Akademie initiiert worden. Sie hatte 1777 ihren Lehrbetrieb aufgenommen und wurde 1786 unter Kurfürst Max Franz offiziell zur ersten Bonner Universität. Beethoven schrieb sich am 14. Mai 1789 gemeinsam mit seinem Musikerfreund Anton Reicha und dem Maler Karl von Kügelgen als Student ein, wobei unklar bleibt, ob und welche Vorlesungen er dort hörte.Attraktiv war die Universität vor allem wegen ihrer über die Grenzen Bonns hinaus bekannten liberalen Professoren. Dazu gehörte auch als Professor für Literatur und Schöne Künste der Franziskanerminorit Eulogius Schneider. Er war ein begabter Redner und kompromissloser Aufklärer, der 1794 als radikaler Jakobiner in Paris durch die Guillotine hingerichtet wurde.

Seine Bonner Antrittsvorlesung hielt Schneider gegen die Unterdrückung der deutschen Sprache durch jesuitische Lateinschulen. Um den Text zusammen mit 88 Gedichten und Spottversen – die Themen reichten von amourösen Zeilen an Nonnen bis zum Loblied auf den Sturm auf die Bastille – drucken zu können, warb er um Subskribenten. Dazu zählten viele Persönlichkeiten aus ganz Deutschland sowie aus Bonn Kurfürst Max Franz, die Hofmusiker Joseph und Anton Reicha, Christian Gottlob Neefe sowie Nikolaus Simrock und auch Beethoven, der sein Exemplar des Gedichtbandes bis zu seinem Tod behielt.

Eine besondere Heimat war für Beethoven auch die Gaststätte „Zehrgarten“ am Bonner Marktplatz. Geführt von der „Wittib (Witwe) Koch“, einer Bonner Institution, entwickelte sich dort der „Mittelpunkt alles geistigen und geselligen Vergnügens in Bonn“, wie es der Beethoven-Freund Bartholomäus Fischenich später beschrieb. Auch für Beethovens dortigen Freundeskreis ging es um den Aufbruch in eine neue Zeit der Freiheit von Herrschaft und Unterdrückung.

Zu Beethovens engsten persönlichen Bonner Freunden gehörte auch der fünf Jahre ältere Arzt Franz Gerhard Wegeler. Er kannte den jungen Musiker seit Kindertagen und führte ihn vermutlich schon um 1785 in die Familie Breuning als Klavierlehrer ein. Als ihr Mann 1777 beim großen Schlossbrand ums Leben kam, hinterließ er die damals 26-jährige Helene von Breuning mit vier kleinen Kindern: Eleonore war 1771 geboren, Christoph 1773, Stephan 1774 und Lorenz 1776. Ein Schwager und ein Bruder von Helene von Breuning, beide der Aufklärung verpflichtete Stiftsherren, halfen der Witwe als Hauslehrer. Davon profitierte auch der junge Beethoven, denn die Breunings wurden spätestens mit dem Tod seiner Mutter 1787 zu einer Art Ersatzfamilie.

Die Breuning-Kinder waren als Altersgenossen für ihn wie Geschwister und blieben lebenslang seine Freunde. Das gilt vor allem für Stephan von Breuning, der später auch nach Wien zog. Besonders innig war auch Beethovens Beziehung zu der zwei Jahre jüngeren Eleonore von Breuning. Sie mag in den Bonner Jahren auch romantischer Natur gewesen sein, war aber auf jeden Fall eine tief empfundene Freundschaft.

Besonders Helene von Breuning wusste den manchmal ungestümen Beethoven zu nehmen. Seine gelegentlichen cholerischen Ausbrüche kommentierte sie – wie Gottfried Fischer berichtet – „immer mit Achselzucken: ‚Er hat heute wieder seinen Raptus.‘“ Beethoven hat diesen Begriff später oft selbstironisch verwendet. Ein Glücksfall für Beethoven war auch die Freundschaft mit Graf Ferdinand Ernst von Waldstein und Wartenberg, von dem Franz Gerhard Wegeler später schrieb, er sei der „erste und in jeder Hinsicht der wichtigste Mäcen Beethoven’s“ gewesen. Waldstein war 1787 nach Bonn gekommen und nicht nur ein enger Vertrauter des Kurfürsten, sondern auch ein guter Pianist und komponierte selbst. Schon 1788 trat er der Lesegesellschaft bei, deren Direktor er später wurde.

Wie sehr für Beethoven in Bonn der geistige Aufbruch in die Welt der Aufklärung und sein persönlicher Freundeskreis verwoben waren, zeigt auch das sogenannte „Stammbuch“, das ihm Anfang November 1792 zu seinem Abschied aus Bonn als eine Art von Poesiealbum übergeben wurde.  Die Einträge in dieses Stammbuch sind ein Spiegel der Zeit und zeigen das intellektuelle Umfeld Beethovens und seiner Freunde.

In ihren Stammbuch-Einträgen zitieren Beethovens Freunde häufig aktuelle Autoren – allesamt der Aufklärung verbunden – darunter vor allem Friedrich Schiller mit seinem Freiheitsdrama „Don Karlos“. Beethoven selbst verwendete kurz nach seiner Abreise aus Bonn am 22. Mai 1793 ein Schiller-Zitat auf einem Stammbuchblatt für Theodora Johanna Vocke und machte sich zu Eigen, was Don Karlos zum König sagt: „Ich bin nicht schlimm – heißes Blut / Ist meine Bosheit – mein Verbrechen Jugend, / Schlimm bin ich nicht, schlimm wahrlich nicht; wenn auch /Oft wilde Wallungen mein Herz verklagen, / Mein Herz ist gut.“Diesem Zitat fügte Beethoven die eigenen Worte hinzu: „Wohlthun, wo man kann, Freiheit über alles lieben / Wahrheit nie, auch sogar am Throne nicht verleugnen.“ und unterzeichnete sie in Wien mit „Ludwig Beethoven aus Bonn im Kölnischen“. Dass dieses ausdrückliche Bekenntnis zur Bonner Herkunft mit seinem Freiheitsideal verbunden ist, macht beispielhaft deutlich, dass Bonn nicht nur für Beethovens musikalische Entwicklung entscheidend war, sondern auch für die Bildung seiner Persönlichkeit zum aufgeklärten Bürger.

In seinen Bonner Jahren liegen die Wurzeln für Beethovens immer wiederkehrenden flammenden Appell für Menschlichkeit und Freiheit. Ihn trieb zeitlebens die drängende Frage um, die er am 17. September 1795 aus Wien in einem Brief an seinen Freund aus Bonner Tagen, Heinrich Struve, formulierte: „wann wird auch der Zeitpunkt kommen, wo es nur Menschen geben wird, wir werden wohl diesen Glücklichen Zeitpunkt nur an einigen Orten heran nahen sehen, aber allgemein – das werden wir nicht sehen, da werden wohl noch JahrHunderte vorübergehen.“ Beethovens Aktualität zeigt sich auch daran, wie brennend diese Frage immer noch ist.

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