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Dass der Bund mehr für Beethoven tun sollte,

forderte der Vorsitzende der BÜRGER FÜR BEETHOVEN unter großem Beifall bei der Mitgliederversammlung des Vereins. Bereits im September hatten die BÜRGER FÜR BEETHOVEN die Bonner Oberbürgermeisterin, die Landräte im Rhein-Sieg-Kreis, Neuwied und Ahrweiler sowie die Staatskanzleien in Düsseldorf und Mainz gebeten, sich bei den laufenden Verhandlungen über eine Zusatzvereinbarung zum Bonn-Berlin-Gesetz mit größerem Nachdruck dafür einzusetzen.
Dass der Bund mehr für Beethoven tun sollte,

 

 

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Bund muss mehr für Beethoven tun

Bürger für Beethoven sorgen sich um Verhandlungsstand bei der Zusatzvereinbarung zum Bonn-Berlin-Gesetz

 

Die BÜRGER FÜR BEETHOVEN drängen darauf, das Thema Beethoven in der zur Zeit verhandelten Zusatzvereinbarung zum Berlin/Bonn-Gesetz prominent zu verankern. Das forderte unter großem Beifall der Vorsitzende Stephan Eisel bei der gestrigen Mitgliederversammlung des Vereins: „Beethoven eignet sich in besonderer Weise als Botschafter für die Kulturnation Deutschland. Deshalb ist die Beethovenpflege eine nationale Aufgabe und das sollte auch durch ein stärkeres Engagement des Bundes zum Ausdruck kommen.“

Beim Beethoven-Jubiläum habe der Bund die Beethovenpflege zwar als nationale Aufgabe anerkannt, wolle darauf aber jetzt nicht aufbauen.  Der Verein hat deshalb die Bonner Oberbürgermeisterin, die Landräte im Rhein-Sieg-Kreis, Neuwied und Ahrweiler sowie die Staatskanzleien in Düsseldorf und Mainz gebeten, mit größerem Nachdruck zu verhandeln.

Eisel sagte dazu: „Die Stadt hat uns zwar versichert, „dass das Thema Beethoven ein bedeutsamer Baustein der Zusatzvereinbarung“ werde. Aber in Kenntnis der Bonner Vorschläge und der ausnehmend ablehnenden Antworten des Bundes vermögen wir diese Zuversicht nicht zu teilen.“

Die BÜRGER FÜR BEETHOVEN schlagen für die „Zusatzvereinbarung" drei Bausteine vor:

Erstens könne das Beethovenfest dadurch gestärkt werden, dass sich der Bund durch eine direkte Beteiligung in die Internationale Beethovenfeste Bonn gGmbH einbringt. Die Satzung der Bayreuther Festspiele GmbH biete hier ein interessantes Modell. „Wir wissen, dass das Land NRW bereit ist, diesen Schritt zu gehen, wenn der Bund sich ebenfalls einbringt.“

Zweitens könne man die Beethoven-Region als Zentrum für herausragenden Musik-Nachwuchs aufbauen, denn hier habe Beethoven seine Prägung als Pianist, Orchestermusiker und Komponist erfahren. Mit dem Internationalen Klavierwettbewerb der Telekom, den Meisterkursen im Beethoven-Haus und dem neuen Fellowship- Programm des Beethovenfestes gebe es dafür bereits wichtige Elemente. „Hier könnten weitere innovative Formen der Exzellenz-Förderung – z. B. auch mit dem Deutschen Musikrat - entwickelt werden, wenn der Bund stärker einsteigt.“

Drittens sollte auf europäischer Ebene ein internationalen Beethoven-Preis etabliert werden, denn Beethoven fasziniere nicht nur rund um den Erdball die Menschen mit seiner Musik, sondern stehe auch für Humanität und Völkerverständigung. Es sei kein Zufall, dass der Schlusschor seiner 9. Sinfonie nicht nur als Europahymne zum Symbol dafür wurde. „Die Europäische Union sollte deshalb gemeinsam mit der Bundesrepublik Deutschland einen Beethoven-Preis stiften, der regelmäßig in seiner Geburtsstadt verliehen wird. Das internationale Renommee des Aachener Karlspreises ist dafür ein gutes Modell“.

Der Beethoven-Verein hat sich mit der Bitte um  Rückdeckung auch an die fünf Bundestagsabgeordneten gewandt, die ihm als Mitglieder angehören. „Uns wurde ausdrücklich Unterstützung signalisiert und namentlich Norbert Röttgen (CDU) und Jessica Rosenthal (SPD) haben bereits ihre konkrete Hilfe angeboten.“

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