Volltextsuche:

Das Beethovenjubiläumsjahr 2020 zum 250. Geburtstag

des Komponisten hat begonnen und der Jubiläumszug BTHVN 2020 nimmt fahrt auf. Höhepunkt sind dabei zunächst das neu gestaltete Beethoven-Haus und die große Beethoven-Ausstellung in der Bundeskunsthalle. Die BÜRGER FÜR BEETHOVEN hoffen, dass es beim Beethoven-Jubiläum nicht bei einem einmali­gen Feu­erwerk bleibt, sondern nachhaltige Strukturen für Bonn als Beethovenstadt ent­stehen. „Bürgernah und Nachhaltig“ ist auch der Maßstab, den sich der Verein für die eige­nen Aktivitäten gesetzt haben, die alle ohne staatliche Zuschüsse realisiert werden.
Das Beethovenjubiläumsjahr 2020 zum 250. Geburtstag

 

Den folgenden Text können Sie hier ausdrucken.

 

Der Jubiläumszug BTHVN 2020 nimmt Fahrt auf

Bürger für Beethoven rufen zum Mitmachen auf

Die BÜRGER FÜR BEETHOVEN hoffen, dass es beim Beethoven-Jubiläum nicht bei einem einmali­gen Feu­erwerk bleibt, sondern nachhaltige Strukturen für Bonn als Beethovenstadt ent­stehen. Das sagte der Vorsitzen­de Stephan Eisel vor der dem Startschuss für das Jubiläumsjahr 2020: „Inzwischen haben fast alle er­kannt, welche großartige Chancen sich hier für Bonn eröff­nen. Das war ein langer Weg mit dem Bohren vie­ler dicker Bretter, weil man vor allem in der Kommunalpo­litik lange nicht wahrhaben wollte, dass es sich um ein globa­les Ereignis handelt, das weltweit den Blick auf Bonn lenkt. Manches ist sehr spät in Gang gekomm­en, aber es gibt Grund zur Zuver­sicht, dass der Jubiläumszug jetzt Fahrt auf­nimmt.“

Die BÜRGER FÜR BEETHOVEN hatten bereits 2010 mit ihrer Kampagne „Beethoven 2020 – Wir sind da­bei“ begonnen und immer wieder Vorstöße zur Vorbereitung des Jubiläums unternommen. So bekennt sich die Koalitionsvereinbarung des Bundes 2013 mit einer von dem Verein vorgeschlagenen Formulierung dazu, dass „die Vorbereitung dieses wichtigen Jubiläums eine nationale Aufgabe“ ist. Dies war die Voraus­setzung für die Gründung der gemeinnützigen Beethoven Jubiläums Ge­sellschaft am 1. Juli 2016. Dazu hat­ten die BÜRGER FÜR BEETHOVEN bereits 2014 ein Konzept vorge­legt: „Unser Vorschlag war ein Intendantenmo­dell, damit trotz der verständlichen Eigeninteressen der beteiligten Institutionen ein gemeinsa­mer roten Faden erkennbar wird. Dazu ist es leider nicht gekommen und das hatte Folgen: So kam es leider nicht zum gemein­samer Start des Kartenvorverkaufs für das Jubiläums­jahr und es gibt auch kein gemeinsames Programmbuch, wie das bei Er­eignissen dieser Be­deutung üblich ist. Beides wäre ein Beitrag für mehr Bürgernähe gewesen.“

„Bürgernah und Nachhaltig“ ist auch der Maßstab, den sich die BÜRGER FÜR BEETHOVEN für ihre eige­nen Aktivitäten gesetzt haben, die alle ohne staatliche Zuschüsse realisiert werden. Dazu gehören ein immer­währender Beethoven-Kalender und das von Stephan Eisel verfasste Buch „Beethoven – Die 22 Bonner Jahre“, das im Januar im Verlag Beethoven-Haus erscheinen wird: „Besonders freuen wir uns über den Erfolg der Bürgeraktion „Unser Ludwig“, die wir im Frühjahr 2019 gemeinsam mit city-marketing Bonn durchge­führt haben. Die Installation mit den Beethoven-Statuen von Ottmar Hörl ist inzwischen welt­weit in den Me­dien zum dominierenden Fotomotiv für das Beethoven-Jubiläum geworden Auch überall in der Stadt ist der „lächelnde Ludwig“ zu sehen und Bonn wird so als Beethovenstadt sichtba­rer.“

Besonders lobte Eisel die Jubiläumsaktivitäten des Beethoven-Orchesters: „Dirk Kaftan hat mit viel Kreativi­tät und neuen Ideen ein tolles Programm mit verschiedenen Veranstaltungsformaten für ganz unterschied­liche Zielgruppen auf die Beine gestellt.“ Wichtig sei auch das zweiteilige Beethovenfest mit dem Sinfoni­enzyklus im März als Höhepunkt: „Das jährliche Beethovenfest muss auch nach 2020 als kompaktes Festi­val der zen­trale Höhepunkt des Beethovenjahres in Bonn bleiben.“ Es gehöre zwingend zu den nachhaltigen Strukturen, die Bonn für seine Profilierung als Beethovenstadt brauche. Mit der Erweiterung des Beethoven-Hauses und dem von den BÜRGERN FÜR BEETHOVEN durchgesetzten Beethoven-Rundgang gebe es hier zwei weitere dauerhafte Eckpfeiler: „Aber wir brauchen noch mehr davon.“

So sei das Fehlen eines angemessenen Konzertsaals die offene Wunde der Beethovenstadt Bonn: „Das Desas­ter um die Beethovenhalle war vorhersehbar und wir haben immer davor gewarnt. Dass die Bonner Kommu­nalpolitik das Beethoven-Festspielhaus verhindert hat, bleibt eine der gravierendsten Fehlentscheidung in der jüngeren Stadtgeschichte.“ Aktuell sei es unverständlich, dass die dafür verantwortliche Ratsmehrheit jetzt nur eine Verbesserung der Informationspolitik über das Scheitern bei der Beethovenhalle fordere und nicht den Mut zur Kurskorrektur habe: „Dass mit der jetzt angekündigten Fertigstellung frühestens (!) 2024 noch mehr als die Hälfte der Bauzeit vor uns liegt, zeigt doch, dass ein radikales Abspecken bei der Mehr­zweckhalle noch möglich ist, denn ein moderner Konzertsaal wird sowieso nicht daraus. Wir bleiben bei un­serem Vor­schlag, durch einen Neubau ein integriertes Opern- und Konzerthaus zu realisieren, das allen Sparten offen­steht und durch offene Türen ein Kulturhaus für alle Bürger wird.“

UNSER LUDWIG

UNSER LUDWIG

Nächste Termine

Sa 31.10 - So 01.1111:00 Uhr Beethoven Bonnensis Tag mit Beethoven Bonnensis Wettbewerb
(1. Runde)
Klavierhaus Klavins, Auguststraße 26–28, 53229 Bonn
So 01.1116:00 Uhr Unser Ludwig lächelt
(Klavierkabarett mit Stephan Eisel) 16 und 18 Uhr Corona-gerecht mit Anmeldung
Stiftung Pfenningsdorf, Poppelsdorfer Allee 108, 53115 Bonn
So 22.11 Preisträgerkonzert Beethoven Bonnensis Wettbewerb 15 und 17 Uhr Kammermusiksaal Beethovenhaus, Bonngasse 24-26

BEETHOVEN bei den PEANUTS

BEETHOVEN bei den PEANUTS

Beethoven JubiläumsGmbH

Beethoven JubiläumsGmbH

250. Geburtstag Beethovens

250. Geburtstag Beethovens
 

Frühere Artikel

01. Jun 2020

Die Gedankenwelt der Aufklärung war für Beethoven

nicht nur ein bestimmendes Thema seiner 22 Bonner Jahre.  Ihn trieb zeitlebens die drängende Frage um, die er 1795 aus Wien in einem Brief an seinen Freund aus Bonner Tagen, Heinrich Struve, formulierte: „wann wird auch der Zeitpunkt kommen, wo es nur Menschen geben wird, wir werden wohl diesen Glücklichen Zeitpunkt nur an einigen Orten heran nahen sehen, aber allgemein – das werden wir nicht sehen, da werden wohl noch JahrHunderte vorübergehen.“ Beethovens Aktualität zeigt sich auch daran, wie brennend diese Frage immer noch ist. Lesen Sie mehr…
28. Mai 2020

Deutsch lernen mit Beethoven - die Deutsche Welle

machts möglich: In der Senderreihe "Alltagsdeutsch" geht es in einer Lektion unter der Überschrift "Beethovens gibt´s nur einen" um den in Bonn geborenen Komponisten. Die Sendung kann überall auf der Welt gehört werden. Die verantwortliche Redakteurin Beatrice Warken hat dazu den Vorsitzenden BÜRGER FÜR BEETHOVEN Stephan Eisel eingeladen. So lernt man in der Sendung nicht nur neue Begriffe aus der deutschen Sprache und kann Grammatikübungen machen, sondern vor allem einiges über Beethoven. Lesen Sie mehr…
17. Mai 2020

Im neuen Heft der Zeitschrift für Kirchenmusik MUSIK & KIRCHE

befasst sich Stephan Eisel mit den Kantaten zum Tod von Kaiser Joseph II. (WoO 87) und auf die Erhebung von Leopolds II. zur Kaiserwürde (WoO 88), die Ludwig van Beethoven 1790 in Bonn komponiert hat. Johannes Brahms schrieb später über die lange verschollenen Werke: "Es ist alles und durchaus Beethoven." Lesen Sie mehr…
05. Mai 2020

Steven Walter heisst der neue Intendant des Beethovenfestes

ab 2022. Er wurde dafür vom Aufsichtsrat der Internationalen Beethovenfeste Bonn gGmbH nominiert. Der Vorsitzender der BÜRGER FÜR BEETHOVEN Stephan Eisel sagte dazu: „Wir haben uns für einen Generationswechsel in der Intendanz eingesetzt und erhoffen uns davon frischen Wind für das Beethovenfest. Steven Walter wird als Musiker und in­novativer Kulturmanager hier neue Akzente setzen. Uns freut besonders, dass er Publikumsnähe und Innovationsfreude als zwei Seiten einer Medaille sieht und das Beethovenfest so als „Initialzündung für die Beethovenpfle­ge“ ver­steht.“ Walter hat auf die Glückwünsche des Vereins bereits reagiert: „Mir sind die Verdienste der Bürger für Beet­hoven sehr bewusst und ich freue mich auf die Zusammenarbeit. Es ist fantastisch, dass es so viele engagier­te Menschen für die Musik in Bonn gibt.“ Lesen Sie mehr…
01. Mai 2020

Mit der Initiative "PRIVATISSIMO!" setzen die Bonner Künstler

Susanne Kessel, Tania John, Markus Schimpp und Marcus Schinkel angesichts der Corona-Krise ein besonderes Zeichen für die Kultur in Bonn. Sie möchten die Ohren und die Herzen des Publikums erreichen und diese Zeit künstlerisch nutzen, um im privaten Rahmen Musikerlebnisse zu ermöglichen - für (wegen der behördlichen Einschränkungen) zur Zeit nur einen Zuhörer. Die Zahl wird auf zwei oder mehr angepasst, sobald das möglich ist. Lesen Sie mehr…
26. Apr 2020

Dass Bonn zu Beethovens Zeiten eine wichtige Musikmetropole war,

hat die Entwicklung des großen Komponisten entscheidend geprägt. Ohne dieses Umfeld wäre er wohl kaum schon in Bonn zum außergewöhnlichen Musiker und weit über die Grenzen der Stadt beachteten Komponisten herangereift. Diesem Thema widmete sich der 3. Teil der siebenteiligen Beethoven-Serie von Stephan Eisel im Bonner General-Anzeiger. Lesen Sie mehr…
24. Apr 2020

Dass die Feierlichkeiten zum Beethoven-Jubiläum bis 2021

verlängert werden, hat die Beethoven-JubiläumsGmbH BTHVN 2020 angesichts der Corona-Krise in einer Aufsichtsratssitzung beschlossen. "Wir möchten hierdurch vor allem allen Akteurinnen und Akteuren des Jubiläums die Chance bieten, ihr Programm, in das viel Kreativität, Zeit und Mühe geflossen ist, auch zu präsentieren“, erklärt Dr. Günter Winands, Amtschef bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und Aufsichtsratsvorsitzender der Beethoven Jubiläums GmbH. Der Vorsitzende der BÜRGER FÜR BEETHOVEN, Stephan Eisel, begrüßte die Entscheidung und kündigte an, dass auch der Verein eigene Aktivitäten, die abgesagt werden mussten, nachholen wird. Lesen Sie mehr…
02. Apr 2020

Anfang April 2020 hat Susanne Kessel

eine besonderen Marathon bis zum 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven am 16./17. Dezember 2020 gestartet. Täglich veröffentlicht sie auf Facebook eines der Stücke aus ihrem Projekt "250 piano pieces for Beethoven", an dem sich 260 Komponisten und Komponistinnen auf 47 Ländern beteiligt haben. Lesen Sie mehr…
01. Apr 2020

Beethoven und die 22 Bonner Jahre

ist der Titel eines Buches von Stephan Eisel, das zum Jahresende im Verlag Beethoven-Haus erscheint. Auf 500 reich bebilderten Seiten geht es um das, was Beethoven in persönlich und musikalisch geprägt hat, bevor er das Rheinland verlassen hat. Geschildert werden die Bonner Wurzeln der Ode "An die Freude" ebenso wie Bonn mit seinem größten Sohn umgegangen ist. Eisel sagte dazu: "Ich habe für die 22 Bonner Beethovenjahre vielmehr entdeckt als ich anfangs gedacht hätte. Im Buch wird sich manche bisher unebaknnte Überraschung finden." Hier finden Sie das Inhaltsverzeichnis, weitere Informationen und können das Buch bis zum 19. April 2020 zum Vorzugspreis subskribieren. Lesen Sie mehr…
31. Mrz 2020

Für Beethoven war Bonn eine Talentschmiede, denn hier reifte

der junge Ludwig im Geiste der Aufklärung, erhielt seine umfangreiche musikalische Grundausbildung, sammelte prägende Erfahrungen als Organist und Orchestermusiker, entwickelte sich zum außergewöhnlichen Pianisten und profilierte sich bereits als Komponist. Ohne dieses Bonner Fundament wären die produktiven Wiener Jahre Beethovens nicht denkbar gewesen.  Lesen Sie mehr…