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BÜRGER FÜR BEETHOVEN und BEETHOVENFEST solidarisieren

sich mit dem bewegenden Appell des ukrainischen Jugendsinfonieorchester gegen den Angriffskrieg des russischen Präsidenten Putin: "Wir, das Jugendsinfonieorchester der Ukraine mit Musikerinnen und Musikern im Alter von 12 bis 22 Jahren aus 32 Städten der Ukraine rufen im Namen unserer Familien alle Regierungen der europäischen Staaten auf, der Ukraine mit entschlossenem Handeln, mit Militär und strengtesten Sanktionen zur Seite zu stehen und unsere Mörder zu stoppen." 2017 war das Jugendsinfonieorchester zu Gast beim Beethovenfest.
BÜRGER FÜR BEETHOVEN und BEETHOVENFEST solidarisieren

 

Mehr Informationen zum Besuch des ukrainischen Jugendsinfonieorchester beim Beethovenfest 2017 finden Sie hier.

 

Mehr Informationen zum ukrainischen Jugendsinfonieorchester finden Sie hier.

 

Beethovenfest und Bürger für Beethoven solidarisieren sich mit dem Jugendsinfonieorchester der Ukraine

Die "Internationale Beethovenfeste Bonn gGmbH" und die "Bürger für Beethoven" unterstützen gemeinsam einen bewegenden Aufruf, den das ukrainische Jugendsinfonieorchester gegen den Angriffskrieg des russischen Präsidenten Putin veröffentlicht hat. Das Orchester mit Musikern im Alter von 12 bis 22 Jahren aus 32 Städten der Ukraine war 2017 zu Gast beim Beethovenfest. In seinem Appell ruft das Orchester "im Namen unserer Familien alle Regierungen der europäischen Staaten auf, der Ukraine mit entschlossenem Handeln zur Seite zu stehen und unsere Mörder zu stoppen." Der Beethoven-Verein und das Beethovenfest haben den Aufruf "als Zeichen der Solidarität" auf ihrer Homepage veröffentlicht.

Dazu sagte der Intendant des Beethovenfestes Steven Walter: „Im Jahr 2017 wurde im Rahmen des Campus-Projektes von Beethovenfest und Deutscher Welle das Jugendsinfonieorchester der Ukraine gegründet. Gemeinsam mit Oksana Lyniv und dem Bundesjugendorchester fanden Konzerte in Lviv, Kiew, Bonn und Berlin statt. Das Campus-Projekt versteht sich seit jeher als Begegnungs- und Friedensprojekt. Um so mehr denken wir in diesen Tagen an unsere ukrainischen Freund*innen, die aufgrund dieser abscheulichen Invasion um ihr Leben und ihre Zukunft fürchten."

Der Vorsitzende der Bürger für Beethoven, Stephan Eisel, fügte hinzu: "Der Krieg, den Putin gegen das ukrainische Volk vom Zaun gebrochen hat, steht in direktem Widerspruch zum friedlichen Miteinander und der Humanität, für die sich Beethoven immer eingesetzt hat und für die seine Musik so wirkmächtig steht. Mit den jungen ukrainischen Musikern fordern wir das sofortige Ende der Gewalt und die Achtung der Freiheit der Menschen in der Ukraine."

 

Der Aufruf des Jugendorchester der Ukraine und seiner Dirigentin Oksana Lyniv hat folgenden Wortlaut:

"Am 24.02.2022 hat die russische Armee nachts von der Krim, den Ost-Gebieten und der weißrussischer Grenze die Ukraine mit schweren Waffen attackiert. Russland bombt die Ukraine – die Grenzgebiete, die Großstadte, die Flughäfen, die Depots, die wichtigsten Militäriobjekte. Damit sind Putins wahre Absichten klar und offen zu Tage getreten: er will einen unabhängigen Staat vernichten, eine Nation mit eigener Kultur, Sprache, Geschichte, und Identität. 

Unsere Entwicklung als europäischer Staat, an der wir seit der Unabhängigkeit vor 30 Jahren arbeiten und für die wir mit dem Maidan (Revolution of Dignity) einen teueren Preis bezahlt haben, ist jetzt in Lebensgefahr. Die Welt sieht endlich das wahre Gesicht Russlands, ein zynisches Land von Betrug und Gewalt und leider weit entfernt von einem Idealbild als Land der Kunst und des Humanismus. Die alle Weltrechte verachtende Annexion der Krim und direkte, gezielte Unterstützung des Krieges in der Donbas-Region war schon grausam, das jetziges Ziel ist aber die ganze Ukraine.  

In den letzten Jahrzenten seiner Regierung hat der Diktator in Russland ein Polizeistaat aufgebaut - aber das werden die Ukrainer nie werden! Sie wollen jetzt das ukrainische Militär und die Großstädte vernichten, um später dort russische Marionetten einzusetzen. Aber das werden sie nie schaffen. Weil wir da sind – eine neue starke Generation, die keine Gewalt mehr ertragen wird! Jetzt endlich wachen alle auf, auch wer noch in postsowjetischen Erinnerungen geträumt hat. Der wahre Bruder steht nicht mit dem Gewehr vor deiner Tür, es ist ein Mörder. Nun muss die ganze Welt die Prüfung für die nach zwei Weltkriegen geschaffenen Gesetze ablegen und muss die Ukraine in der blutigen Schlacht mitten in Europa verteidigen. 

Wir, das Jugendsinfonieorchester der Ukraine mit Musikerinnen und Musikern im Alter von 12 bis 22 Jahren aus 32 Städten der Ukraine rufen im Namen unserer Familien alle Regierungen der europäischen Staaten auf, der Ukraine mit entschlossenem Handeln, mit Militär und strengtesten Sanktionen zur Seite zu stehen und unsere Mörder zu stoppen. Wir selber werden nie aufgeben mit allen Kräften, mit Kunst, mit Musik und den richtigen Werten unsere Heimat und den Weltfrieden verteidigen." 

Von Orchestermusikern wurden folgende Statements veröffentlicht:

„Putin glaubt, dass er uns einschüchtern und zum Schweigen bringen kann. Wir werden das Gegenteil beweisen.“
Andrii Bendus, Flötist, Lwiw

„Ich erinnere mich, dass 2015 meine Lehrerin eine Geigenstunde absagen musste, weil Kampfflugzeuge flogen. Heute haben mich Kampfflugzeuge geweckt. Ich bin eine Musikerin, die diese Musik nicht hören möchte, sondern ewige Klassiker wie Bach, Lyatoshynsky und Mozart. Und zwar in meiner freien Heimat.“
Kateryna Misko, Geigerin, Kropywnytsky

„Heute hat Russland mein Land angegriffen. Meine Heimatstadt Dnipro und unsere Hauptstadt Kiew, die Stadt, in der ich jetzt lebe und studiere. Auch andere Städte des Landes sind jetzt in Lebensgefahr. Granaten fliegen, die Menschen können nicht nach draußen gehen… alle müssen fliehen. Ich spiele Bratsche und liebe Musik sehr und möchte keine Granatengeräusche hören und solche schreckliche Nachrichten lesen. Helfen Sie also bitte unserem Land und unseren Menschen. Wir wollen Frieden und haben ihn immer gewollt.“  
Uliana Scharina, Bratsche, Dnipro 

Das ukrainische Jugendsinfpnieorchester beim Beethovenfest 2017
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