In der zweiten Folge der Reihe "Unterwegs mit Beethoven in Bonn"
geht es um das Geburtshaus des Komponisten und seine Eltern. Nach ihrer Hochzeit waren Johann van Beethoven und seine Frau 1767 in das Hinterhaus – manchmal euphemistisch auch Gartenflügel genannt – der Bonngasse mit der damaligen Registrierungsnummer 363 (ab 1793 Hausnummer 515, heute Hausnummer 20) eingezogen. Im Erdgeschoss lagen die Küche und ein unterkellerter Wirtschaftsraum, im Obergeschoss zwei kleine Zimmer und eine größere Stube. Im Vorderhaus lebte der Eigentümer des Hauses, der kurfürstliche Quartiermeister Johann Georg Mangin sowie seit vielen Jahren die Musikerfamilie Salomon.
Strassenansicht des Beethoven-Hauses in Bonn um 1827 - Radierung von Conrad Caspar Rordorf (c) Beethoven-Haus Bonn
am 1. November 2026 um 18 Uhr im Rheinhotel Dreesen der letzten Abend im Mittelpunkt, den der fast 22-jährige Ludwig van Beethoven Anfang November 1792 in Bonn verbracht hat. Die Abschiedsparty fand in seiner Stammkneipe "Zehrgarten" am Marktplatz statt. Von dort brach er nach Wien auf - mit der festen Absicht, nach Bonn zurückzukehren. Die französische Besetzung machte das kurze Zeit später zunichte, weil die Franzosen das Bonner kurfürstliche Orchester auflösten, in dem Beethoven angestellt war.
am 29. November um 18 Uhr die BÜRGER FÜR BEETOVEN in das Restaurant CANTOS in der Beethovenhalle ein. Zu einem viergängigen Menü kommt ein musikalischen Programm, das die Pianistin Sofie Grimm gestaltet. Stephan Eisel trägt Informationen aus Beethovens 22 Bonner Jahren bei.
BÜRGER FÜR BEETHOVEN eine Reihe besonderer Veranstaltungen vorbereitet. Dazu sagte der Vorsitzende des Beethoven-Vereins Stephan Eisel: „Gerade weil 1827 in seiner Heimatstadt Bonn beschämenderweise der Tod Beethovens fast völlig ignoriert wurde, werden wir als Bürger zum 200. Jahrestag Akzente des besonderen Gedenkens setzen. Als Höhepunkt wiederholen wir am gleichen Tag und am gleichen Ort mit dem Mozart-Requiem die einzige Bonner Trauerfeier zu Beethovens Tod im Jahr 1827. Auch vor 200 Jahren war diese Veranstaltung bürgerschaftlich und nicht von offiziellen Stellen initiiert und organisiert worden.“