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Unternehmen sehen Oper als wichtigen Wirtschaftsfaktor
IHK-Umfrage zeigt, dass es nicht nur um den Kulturhaushalt geht
Fast 400 Unternehmen aus Bonn und der Region haben bei einer Umfrage der IHK-Bonn-Rhein-Sieg unterstrichen, dass der Erhalt von Oper und Schauspiel in Bonn aus Sicht der Wirtschaft ein wichtiger Standortfaktor ist. Die Unternehmen plädieren mit einer klaren Mehrheit von 56,9 Prozent für den Erhalt von Oper und Schauspiel und entsprechende städtische Investitionen. Bei Bonner Unternehmen liegt der Wert mit 59,8 % noch etwas höher. Der Vorsitzende der BÜRGER FÜR BEETHOVEN Stephan Eisel sagte dazu beim Mitgliederempfang seines Vereins beim Beethovenfest: „Dieses klare Votum ist sehr erfreulich und umso erstaunlicher als nur ein Viertel (in Bonn ca. 30 Prozent) der befragten Unternehmen von Oper und Schauspiel im eigenen Geschäftsbetrieb unmittelbar profitieren. Dass die Unternehmen in Bonn und der Region unabhängig vom eigenen Geschäftsvorteil in Oper und Schauspiel einen wichtigen Wirtschaftsfaktor sehen, sollte für Rat und Verwaltung ein wichtiger Entscheidungsfaktor sein. Die Zukunft der Oper lässt sich nicht als Spezialwunsch der Kulturlobby abtun.“
Gerade Bonner Unternehmen halten Oper und Schauspiel zu
Bei Unternehmen im Rhein-Sieg-Kreis liegen die Werte jeweils nur um 5-10 Prozent-Punkte niedriger.
Zu den diskutierten Standorten für Oper und Schauspiel gibt es unter den befragten Unternehmen keine eindeutig bevorzugte Lösung. Bei einem Neubau der Oper plädieren 31 Prozent für den bisherigen Standort am Rhein und 21 Prozent für den Standort Beuel. 38 Prozent hoffen auf eine Sanierung aller Gebäude an den bisherigen Standorten. Eisel unterstrich dazu einen einstimmigen Vorstandsbeschluss des Beethoven-Vereins: „Für die Bürger für Beethoven steht im Mittelpunkt die nachhaltige Sicherung des Kulturangebots von Oper und Schauspiel – und damit auch des Beethoven Orchesters Bonn als A-Orchester. Es wäre für die Beethovenstadt Bonn auch als Bundestadt und zweites Regierungszentrum sowie UN-Stadt ein schwerer Schlag, wenn zehn Jahre nach der Verhinderung des Beethoven-Festspielhauses jetzt auch das Musiktheater in Frage gestellt würde. Dies zu verhindern ist wichtiger als Gebäude- oder Standortfragen.“
An der IHK-Umfrage haben 244 Unternehmen aus Bonn und 141 aus dem Rhein-Sieg-Kreis teilgenommen.
Nur 12 Prozent dieser Unternehmen wollen das kulturelle Angebot von Oper und Schauspiel gänzlich streichen. 23 Prozent sehen in einer Kooperation mit anderen Städten die Möglichkeit, auf Bonner Gebäude verzichten zu können. Die Hälfte der Unternehmen, die für den Erhalt von Musiktheater und Schauspiel plädieren, knüpfen ihre Zustimmung an die Bedingung, dass ihr Unternehmen deswegen nicht durch höhere Steuern und Abgaben zusätzlich belastet wird. Dazu sagte Eisel: „Dass Unternehmen eine höhere Abgabenlast ablehnen, ist nicht erstaunlich. Überrascht hat mich vielmehr, dass in Bonn fast ein Drittel der Unternehmen für die Oper plädieren, auch wenn dies höhere kommunale Verbindlichkeiten und Abgaben zur Folge haben kann. Das zeigt, wie wichtig in der Wirtschaft dieser Standortfaktor genommen wird.“
Vorsitzender:
Stephan Eisel
Geschäftsführung:
Solveig Palm
Geschäftsstelle Bürger für Beethoven e.V.
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53177 Bonn
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