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Mit einem Kompositionsprojekt möchte sich Fabian Müller

intensiv mit dem Kompositionsprozess von Beethoven auseinanderzusetzen und seine eigene musikalische Sprache entdecken. Der herausragende Pianist wird zu jeder der 32 Klaviersonaten von Beethoven eine Bagatelle kompoinieren und diese so divers wie möglich gestalten. Bagatellen („Kleinigkeiten“) sind kurze Charakterstücke, meist für Klavier. Beethoven hat diese Gattung besonders gepflegt und sich ihr immer wieder zugewandt. Die BÜRGER FÜR BEETHOVEN unterstützen das Projekt.
Foto: Christoph Palm
Foto: Christoph Palm

 

Den folgenden Text können Sie hier ausdrucken.

Wenn Sie Widmungsträger einer dieser Bagatellen werden wollen, können Sie sich gerne bei den BÜRGER FÜR BEETHOVEN darauf bewerben. Widmungsträgern wird die jeweilige Bagatelle handsigniert und gewidmet von Fabian Müller persönlich überreicht. Außerdem erhalten sie jeweils zwei Freikarten für die entsprechenden Konzerte in Bonn bzw. Berlin. Auf Wunsch werden die Namen der Widmungsträger veröffentlicht.

Zum Abschluss des Projektes werden alle Widmungsträger zu einem exklusiven Gesprächskonzert in den Kammermusiksaal des Beethoven-Hauses eingeladen, bei dem Fabian Müller den Kompositionsprozess erläutern und die Bagatellen spielen wird.

Bei Interesse schicken Sie bitte eine mail an
webmaster@buerger-fuer-beethoven.de

 

Die Liste der noch zur Widmung von Bagatellen freien Sonaten finden Sie hier.

32 BAGATELLEN FÜR BEETHOVEN

32 BAGATELLEN FÜR BEETHOVEN
Ausnahmepianist Fabian Müller und Stephan Eisel (Vorsitzender Bürger für Beethoven)

Ein Kompositionsprojekt von FABIAN MÜLLER in Kooperation mit BÜRGER FÜR BEETHOVEN

Der international renommierte Pianist Fabian Müller aus Beethovens Heimatstadt Bonn spielt 2024 und 2025 auf Einladung von Daniel Barenboim in Berlin und beim Beethovenfest in Bonn in acht Konzerten alle Klaviersonaten von Ludwig van Beethoven. Als Hommage an den großen Komponisten komponiert er dazu 32 Bagatellen für Klavier, die in den Konzerten den jeweiligen Sonaten vorangestellt werden.

„Bagatellen“ („Kleinigkeiten“) sind kurze Charakterstücke meist für Klavier. Beethoven hat diese Gattung besonders gepflegt und sich ihr immer wieder zugewandt. Er komponierte 1802 sieben Bagatellen op. 33, 1820 – 1822 elf Bagatellen op. 119 und 1823/24 sechs Bagatellen op. 126. 1810 entstand die später unter dem Namen „Für Elise“ bekannt gewordene Bagatelle WoO 59.

Auch Fabian Müller möchte diese Form nutzen um sich intensiv mit dem Kompositionsprozess von Beethoven auseinanderzusetzen und seine eigene musikalische Sprache zu entdecken und zu erweitern. Dabei ist es das Ziel von Fabian Müller alle 32 Bagatellen so divers wir möglich zu gestalten und sich in der Fantasie an keine Genregrenzen oder sonstige Fesseln zu binden.

Ludwig van Beethoven ist nicht nur 1770 in Bonn geboren, sondern er hat dort auch 22 Jahre gelebt und gearbeitet – länger als Mozart in Salzburg. Hier entwickelte er sich zum herausragenden Pianisten, sammelte wertvolle Erfahrungen als Orchestermusiker und reifte zum profilierten Komponisten. Beethovens Wiener Schaffen ist ohne die Bonner Jahre nicht zu verstehen.

Fabian Müller ist 1990 in Bonn geboren und bleibt seiner Heimatstadt auch als international gefragter Künstler eng verbunden. 2023 wurde er zum Träger des Beethoven-Rings der BÜRGER FÜR BEETHOVEN gewählt. Sein Projekt „32 Bagatellen für Beethoven“ ist nicht nur eine Referenz vor dem großen Komponisten, sondern auch ein Statement für Herkunft und Heimat. 

Die BÜRGER FÜR BEETHOVEN werben um Unterstützung dieses Kompositionsprojekt, weil damit auch die Beethovenstadt Bonn weiter an Profil gewinnt. Als selbstständiger und freiberuflicher Konzertpianist hat sich Fabian Müller dafür einige Monate frei genommen, um in dieser Zeit seine eigene Kompositionssprache zu finden. Hier wollen die BÜRGER FÜR BEETHOVEN helfen, denn Aufgabe des Beethoven-Vereins ist es, die Musik Beethovens und sein Erbe insbesondere in seiner Heimatstadt zu pflegen und zu fördern.

Mit einer Spende von 250.- € kann man Widmungsträger für eine Bagatelle werden. Jede von ihm komponierte Bagatelle wird Fabian Müller bis zu höchstens drei Widmungsträgern zueignen. Für eine Spende von 600.- € wird man alleiniger Widmungsträger.

Widmungsträgern wird die jeweilige Bagatelle handsigniert und gewidmet von Fabian Müller persönlich überreicht. Außerdem erhalten sie jeweils zwei Freikarten für die entsprechenden Konzerte in Bonn bzw. Berlin. Auf Wunsch werden die Namen der Widmungsträger veröffentlicht.

Zum Abschluss des Projektes werden alle Widmungsträger zu einem exklusiven Gesprächskonzert in den Kammermusiksaal des Beethoven-Hauses eingeladen, bei dem Fabian Müller die Kompositionsprozesse erläutern und die Bagatellen spielen wird.

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Der gebürtige Bonner Fabian Müller hat sich in den vergangenen Spielzeiten als einer der bemerkenswertesten Pianisten seiner Generation etabliert. Für großes Aufsehen sorgte er 2017 beim Internationalen ARD-Musikwettbewerb in München, bei dem er gleich fünf Preise erhielt. Seither entwickelt sich seine Konzerttätigkeit auf hohem Niveau: 2018 gab er mit dem Bayerischen Staatsorchester sein Debüt in der New Yorker Carnegie Hall und trat erstmals in der Elbphilharmonie auf.

In der kommenden Saison führt er auf Einladung von Daniel Barenboim sämtliche Klaviersonaten Beethovens im Berliner Pierre-BoulezSaal auf und gibt sein Debüt in der Londoner Wigmore Hall.

Fabian Müller musiziert regelmäßig mit bedeutenden Klangkörpern wie dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. Seine rege Beschäftigung mit der Musik Johann Sebastian Bachs spiegelt sich unter anderem in einer längerfristig angelegten Zusammenarbeit mit den Berliner Barock-Solisten, einem Ensemble der Berliner Philharmoniker. Beim Rheingau Musik Festival führt er seit dem vergangenen Sommer, verteilt auf mehrere Jahre, sämtliche Klavierkonzerte Mozarts auf, die er vom Klavier aus leitet.

Auf der Suche nach seinem eigenen Klangideal gründete er außerdem sein eigenes Kammerorchester: The Trinity Sinfonia. Das Ensemble debütierte 2023 beim Rheingau Musik Festival; mit ihm führt er als Dirigent ab 2024 sämtliche Sinfonien Beethovens beim Bonner Beethovenfest auf.

Schon als 13-jähriger war er 2004 Preisträger des Jugendwettbewerbs BEETHOVEN BONNENSIS der BÜRGER FÜR BEETHOVEN und ist dem Verein auch als Mitglied des Kuratoriums verbunden.

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AM 17. JULI, DEM 237. JAHRESTAG DES TODESTAGES DER MUTTER

Beethovens legen die BÜRGER FÜR BEETHOVEN um 18:00 Uhr am Grab auf dem Bonner Alten Friedhof einen Kranz nieder. Es folgt um 18:30 Uhr ein Konzert in der Friedhofskapelle mit Svenja Lienemann. Sie erhielt beim Jugendwettbewerb Beethoven Bonnensis der BÜRGER FÜR BEETHOVEN 2020 für ihr Spiel mit der Mandoline den Sonderpreis der Jury.
Das Grab der Mutter Beethovens auf dem Alten Friedhof in Bonn
Das Grab der Mutter Beethovens auf dem Alten Friedhof in Bonn

 

 

Wegen den begrenzten Platzangebotes in der Friedhofskapelle bitten wir um Anmeldungen unter webmaster@buerger-fuer-beethoven.de

 

Programm des Gedenkkonzerts in der Kapelle des Alten Friedhofs zum Todestag der Mutter Beethovens am 17. Juli um 18:30 Uhr

Im Wechsel mit Informationen zum Leben von Beethovens Mutter von Stephan Eisel spielt Svenja Lienemann:

 

 

Filippo Sauli (17-18 Jhdt): Partita V Ouverture, Corrente, Giga 

Johann Sebastian Bach (1685-1750): Sonata I BWV 1001 Adagio, Presto 

Gabriele Leone (1725-1790): Air Nr.4 "L'avez-vous vu mon bien aimé" (Thema, Variationen I und II)  

Pietro Denis (1720-1790): Capriccio Nr.1  

Raffaele Calace (1863-1934): Piccola Gavotta op.73  

Raffaele Calace (1863-1934): Notturno Cielo Stellato op.186

Svenja Lienemann

Svenja Lienemann

18jährige Studentin aus Hennef, spielt seit frühester Kindheit Mandoline und Gitarre.

Sie ist sechsfache Preisträgerin beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert mit Mandoline und mit Gitarre, davon drei erste Bundespreise mit der Mandoline. 2019 wurde ihr der Kammermusikförderpreis des Landes NRW verliehen. Beim renommierten Jugendwettbewerb Beethoven Bonnensis erhielt sie 2020 für ihr Spiel mit der Mandoline den Sonderpreis der Jury.

Für ihre herausragenden Leistungen als Solistin mit Mandoline und mit Gitarre beim Jugend musiziert Landeswettbewerb NRW erhielt sie 2021 den hochdotierten Sparkassen-Förderpreis. In 2021 hatte sie mehrere solistische Auftritte in der Kölner Philharmonie, unter anderem im Rahmen des PreCollegeCologne mit dem WDR Sinfonieorchester unter der Leitung von Cristian Măcelaru. Darüber hinaus konnte sie neben nationalen Wettbewerben diverse Preise bei internationalen Jugendwettbewerben im In- und Ausland erzielen.

Seit dem Wintersemester 2019/20 hat sie ein Jungstudium im künstlerischen Hauptfach Mandoline im Rahmen des PreCollegeCologne an der HfMTKöln an den Standorten Köln und Wuppertal (in der Klasse von Prof. Caterina Lichtenberg und von Annika Hinsche) begonnen, das sie zum Ende des Sommersemesters 2023 abgeschlossen hat.

Beethovens Mutter: Maria Magdalena Keverich

Die aus Ehrenbreitstein stammende Maria Magdalena Keverich – meist „Lenchen“ genannt -  hatte den Bonner Hofmusiker Johann van Beethoven am 12. November 1767 in der Bonner Remigius-Kirche geheiratet. Kennengelernt hatten sie sich über den Koblenzer Hofmusiker Johann Konrad Rovantini, der 1764 in die Bonner Hofkapelle wechselte und mit einer Cousine von Beethovens Mutter verheiratet war. Diese war damals nach einer kurzen Ehe mit einem wesentlich älteren Koblenzer Leibkammerdiener bereits 18-jährig verwitwet. Nach der Hochzeit zogen die Beethovens in Bonngasse, wo 1770 ihr Sohn Ludwig zu Welt kam. Insgesamt hatten Maria Magdalena und Johann van Beethoven sieben Kinder, von denen drei das Erwachsenenalter erreichten. Beethovens Mutter verstarb am 17. Juli 1787 an Schwindsucht. Sie war am 19. Dezember 1746 in Ehrenbereitstein geboren worden und ist dort aufgewachsen. Seit 1975 ist in ihrem Geburtshaus in Ehrenbreitstein ein Museum eingerichtet.

In diesem Haus starb Beethovens Mutter Maria Magdalena am 17. Juli 1787. Das kleine Fachwerkhaus stand bis 1928 hinter dem Gebäude Wenzelgasse 25. Hier wohnte die Familie Beethovens im Jahr 1785 und von etwa 1787 bis November 1792. Es war Beethovens letzter Bonner Wohnsitz bevor er nach Wien übersiedelte, und es war auch dieses Haus, in das Beethoven von seiner ersten Wienreise zurückkehrte, um zu seiner sterbenden Mutter zu eilen.

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AM 30. Juni erinnert das X. Musikerfrühstück

in der Godesberger Redoute daran, dass dort im Juli 1792 Joseph Haydn Ludwig van Beethoven begegnet ist. Damals richteten die Musiker des Bonner kurfürstlichen Orchesters in Godesberg -  "einem Lustorte nahe bei Bonn" - ein Frühstück aus. Wie damals wird daran mit einem Brunch und einem Gesprächskonzert erinnert. DIE VERANSTALTUNG IST AUSVERKAUFT !
Die 1792 fertiggestellte Redoute in Godesberg mit Theater und Logierhäusern, aquarellierter Stich von Johann Ziegler, 1792, nach einer Zeichnung von Lorenz Janscha, Wien 1798
Die 1792 fertiggestellte Redoute in Godesberg mit Theater und Logierhäusern, aquarellierter Stich von Johann Ziegler, 1792, nach einer Zeichnung von Lorenz Janscha, Wien 1798

 

 

 

Mehr zu "Haydn in Bonn und Beethoven nach Wien" erfahren Sie hier

 

 

 

Das Musikprogramm gestaltet der junge Cellist Oscar Benjamin Hollmer, der beim Jugendwettbewerb Beethoven Bonnensis der Bürger für Beethoven 2023 den 1. Preis in der Solo-Wertung und den Preis für die beste Beethoven-Interpretation gewonnen hat.

AUS: STEPHAN EISEL, BEETHOVEN - DIE 22 BONNER JAHRE, BONN 2020:

Als Haydn in der zweiten Juliwoche 1792 aus London kommend zu seinem zweiten Besuch in Bonn eintraf, war der Kurfürst bereits abgereist. Die Frankfurter Frag= und Anzeige=Nachrichten meldeten am 10. Juli 1792, dass Max Franz in der Stadt Quartier genommen habe, um am 14. Juli in Vertretung von Papst Pius VI. im dortigen Dom seinen Neffen Franz II. zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches zu proklamieren. Sein Bruder Leopold II. war nach nur zwei Jahren auf dem Kaiserthron im März gestorben. Max Franz reiste von der Kaiserkrönung nach Mainz, wo vom 19. bis 21. Juli ein Fürstentag stattfand.

Joseph Haydn, der im Gefolge des Kurböhmischen Wahlbotschafters Fürst von Esterházy an der Kaiserkrönung teilnahm, ist spätestens am 13. Juli ebenfalls in Frankfurt eingetroffen. An diesem Tag kündigte das Frankfurter Staats-Ristretto ein Konzert mit einem neu erfundenen Instrument an, „das schon die größten Kenner mit dem lautesten Beyfall bewundert haben“. Diese Meldung findet sich fast wortgleich am selben Tag in den Frankfurter Frag= und Anzeige=Nachrichten. Dort ist in der Ausgabe vom 24. Juli auch zu lesen, dass zu den Bewunderern dieser neuen „Harmonica cœlestina“ auch „der große Capellmeister Haiden“ zählte.

In den Tagen zuvor war Haydn in Bonn, wo er vermutlich am 10. Juli Simrock traf.  In Abwesenheit des Kurfürsten luden die Musiker des Orchesters – vielleicht als Gegen- einladung zum Abendessen 18 Monate zuvor – den Meister zum Frühstück vermutlich in die neue Redoute in Godesberg ein.

Den kleinen Ort mit etwa 350 Einwohnern hatte man erst 1790 wegen der besonderen Qualität der dortigen Mineralquelle aufzuwerten begonnen. In diesem Jahr hatte Ferdinand Wurzer, Bruder von Beethovens Schulfreund Joseph Wurzer, seine viel beachtete Physikalisch-Chemische Beschreibung der Mineralquelle zu Godesberg bey Bonn vorgelegt und Kurfürst Max Franz dort die erste Badesaison eröffnet. In diesem Zusammenhang hatte er den Bau eines Redoutenhauses  angekündigt.

Es verwundert deshalb nicht, dass Franz Gerhard Wegeler später schrieb:

„Als Haydn zuerst aus England zurükkam, ward ihm vom Kurfürstlichen Orchester ein Frühstück in Godesberg, einem Lustorte nahe bei Bonn, gegeben. Bei dieser Veranlassung legte ihm Beethoven eine Cantate vor, welche von Haydn besonders beachtet und ihr Verfasser zu fortdauerndem Studium aufgemuntert wurde

Bei dem Treffen wurde offenbar Beethovens Unterricht bei Haydn in Wien verabredet.

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Ein großer Erfolg war der 2. Bonner Beethoven-Tag

am 4. Mai 2024 auf dem voll besetzten Bonner Marktplatz zum 200. Geburtstag von Beethovens 9. Sinfonie mit der berühmten „Ode an die Freude“ gefeiert, die am 7. Mai 1824 in Wien uraufgeführt wurde. Über 200 Musiker unterschiedlichster Stilrichtungen waren dabei. U. a. wurde Beethovens Ode nicht nur auf deutsch, sondern auch auch auf bönnsch, italienisch, ukrainisch, jiddisch und schottisch-gälisch gesungen.
Ein großer Erfolg war der 2. Bonner Beethoven-Tag

 

Die Welturaufführung der Ode An die Freude in schottisch-gaälischer Sprache von Michael Klevenhaus können Sie hier sehen.

 

Den folgenden Text können Sie hier ausdrucken.

 

Großer Zuspruch für Beethoven-Tag

Beethovens Ode auf weltweit erstmals auch auf Schottisch-Gälisch

Bürger für Beethoven zählten 5000 Besucher

Eine positive Bilanz zogen die BÜRGER FÜR BEETHOVEN nach dem 2. Bonner Beethoven-Tag, den sie am 4. Mai auf dem Bonner Marktplatz ausrichteten. Unter dem Motto „Wir feiern die Neunte“ wirkten an dem Musikprogramm, das von 13 – 19 Uhr präsentiert wurde, über 200 Musiker mit. Sie verzichteten dabei auf ein Honorar.

Der Beethoven-Verein zählte über den Tag hinweg ca. 5.000 Besucher. Dazu sagte der Vorsitzende Stephan Eisel: „Der Zuspruch war überwältigend und wir hörten immer wieder, dass Bonn mehr aus Beethoven machen sollte. Viele Besucher wollten garnicht glauben, dass wir diesen Beethoven-Tag zum zweiten Mal vollständig ehrenamtlich organisiert haben, weil die Stadtverwaltung sich nicht in der Lage sieht, eine solche Veranstaltung selbst auf die Beine zu stellen.“

Eröffnet wurde der 2. Bonner Beethoven-Tag vom Kinder- und Jugendchor des Theaters Bonn unter der Leitung von Ekaterina Klewitz. Dabei sang der Chor auch eine Version von Beethovens Ode an die Freude mit bönnschem Text. Die Originalversion mit Schiller-Text sangen dann später die Bönnsche Pänz. Außerdem wurde Beethovens weltberühmte Melodie zum 200. Jahrestag der Wiener Uraufführung der 9. Sinfonie auf dem Bonner Marktplatz auch vom Trio Ukraina auch auf Ukrainisch dargeboten. Besondere Höhepunkte waren dann eine jiddische Version und als Welturaufführung eine schottisch-gälische Version. Den Text dafür hat eigens für diese Veranstaltung der Bonner Kultur- und Musikwissenschaftler Michael Klevenhaus erstellt, der ein Studium der schottisch-gälischen Sprache absolviert hat. Ein Video dieser Welturaufführung ist auf der Homepage der www.buerger-fuer-beethoven.de abrufbar.

An dem Beethoven-Tag wirkten auch eine ganze Reihe von Musikern des Beethoven-Orchesters mit. Geboten wurden verschiedene Musik-Stile von der Klassik über Jazz bin zur Folk- und Pop-Musik in unterschiedlichsten Besetzungen vom Tuba-Quartett bis zum Klavier-Duo. In Interviews erläuterten die Musiker und internationale Musikwissenschaftler, die auf Einladung des Beethoven-Hauses an einer Tagung in Bonn teilnehmen, ihre Beziehung zu Beethovens Meisterwerk.

Pech hatten die Veranstalter nur am Ende des Tages, als einsetzender Regen den Auftritt der über 80 Musiker des sinfonischen Blasorchesters des Kardinal-Frings-Gymnasiums verhinderte. Der Beethoven-Verein will demnächst entscheiden, ob es auch 2025 wieder einen Bonner-Beethoven-Tag geben wird.

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Die Frage nach den Urkunden des Beethoven-Denkmals

auf dem Bonner Müsterplatz ist spannend wie ein Krimi. Mit dieser Frage hat sich der Vorsitzende der BÜRGER FÜR BEETHOVEN Stephan Eisel in seinem Beitrag "Das Bonner Beethoven-Denkmal und seine Urkunden" für die Bonner Geschichtsblätter auseinandergesetzt. Dabei geht es um die verschollene "Stiftungsurkunde" vom 12. August 1845, um die schon am 10. Juli 1845 in das Fudament engemauerte "Grundstein-Kasette" und die am 17. März 2022 neu hinterlegte Restaurierungsurkunde.
Die Enthüllung des Beethoven-Denkmals auf dem Bonner Münsterplatz am 12. August 1845, in: Illustrirte Zeitung, Leipzig, 20.9.1845
Die Enthüllung des Beethoven-Denkmals auf dem Bonner Münsterplatz am 12. August 1845, in: Illustrirte Zeitung, Leipzig, 20.9.1845

 

Den Artikel "Das Bonner-Denkmal und seine Urkunden" von Stephan Eisel können Sie hier ausdrucken.

 

Das Beethoven-Denkmal auf dem Bonner Münsterplatz wurde am 26. August 1963 wegen des Baus einer Tiefgarage und einer ersten Restaurierung sowie am 5. Januar 2022 wegen notwendiger grundlegender Restaurierungsarbeiten von seinem Standort entfernt.

Die in vielen Berichten zur Enthüllung am 12. August 1845 erwähnte Stiftungsurkunde für das Denkmal wurde in beiden Fällen nicht gefunden. Stattdessen stieß man 1963 auf eine Kassette, die schon am 10. Juli 1845 in den Sockel des Denkmals eingelassen worden war.

Am 7. Juli 2022 wurde anlässlich der Wiederaufstellung des nunmehr zum zweiten Mal restaurierten Denkmals eine neue Urkunde im Postament hinterlegt. Der Aufsatz von Stephan Eisel beschreibt die damit zusammenhängenden Vorgänge.

Der Inhalt des Beitrages "Das Bonner Beethoven-Denkmal und seine Urkunden" von Stephan Eisel für die Bonner Geschichtsblätter Band 72 (2024):

I. Die "Stiftungsurkunde" vom 12. August 1845
    1. Die Unterzeichner der "Stiftungsurkunde"
        1.1. Mitglieder des Denkmal-Komitees
        1.2. Königliche Hoheiten
        1.3. Zusätzliche Unterzeichner
        1.4. Besondere Unterstützer des Komittes
    2. Zum Verbleib der "Stiftungsurkunde

II. Die Grundstein-Kassette

III. Die Restaurierungsurkunde

Das Bonner Beethoven-Denkmal 1846 - 2020 - 2022

Das Bonner Beethoven-Denkmal 1846 - 2020 - 2022
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Termine Beethoven Bonnensis

Sa 02.1116:00 Uhr Preisträgerkonzert Beethoven Bonnensis Wettbewerb Kammermusiksaal Beethovenhaus, Bonngasse 24-26