Volltextsuche:

Die Bürgerinitiativen für das Beethoven-Fertspielhaus

06. Juni 2014
haben in einem gemeinsam Appell den neuen Bonner Stadtrat gebeten, am 23. Juni "grünes Licht" für den von der Deutschen Post DHL finanzierten Architektenwettbewerb für das Beethoven-Festspielhaus zu geben. Wenn die jahrelange Entscheidungsverweigerung nicht jetzt beendet wird, gehen für Bonn über 100 Mio an Investionen des Bundes und von privaten Sponsoren verloren.
Die Bürgerinitiativen für das Beethoven-Fertspielhaus

 

Den folgenden Text können Sie hier ausdrucken.

 

Jetzt oder nie? – Der Countdown läuft! 

Bürgerinitiativen für das Festspielhaus bieten Ratsmitgliedern umfassende Information an

Ratssitzung am 23. Juni muss den Weg für den Architektenwettbewerb freimachen 

Nicht „jetzt oder nie“, sondern „genau jetzt“ ist der richtige Zeitpunkt für den Stadtrat, um über eine für die Stadt maßvolle, aber zukunftsweisende Grundstücksvergabe zu entscheiden. Mit einem positiven Ratsentscheid am 23. Juni wird die Fertigstellung des Beethoven Festspielhauses zu Beethovens rundem Geburtstag im Jahr 2020 noch ermöglicht.

Dies betonen die bürgerschaftlichen Partner für das Festspielhaus: die Festspielhausfreunde (Dr. Monika Wulf-Mathies), der Beethoven Festspielhaus Förderverein (Wolfgang Grießl), die Beethoventaler-Genossenschaft (Wolfgang Clement) und die Bürger für Beethoven (Dr. Stephan Eisel), die den derzeitigen Hauptinvestor für das Festspielhaus, die Deutsche Post DHL unterstützen. 

Nachdem die Fachverwaltungen einschl. des Denkmalschutzes die Eignung des Grundstücks für das Festspielhaus eingehend geprüft und für gut befunden haben, erwarten die Festspielhaus-Initiativen in der bevorstehenden Ratssitzung nun die Entscheidung des Stadtrats für die Baureifmachung des Baufeldes. In der Überzeugung, dass nach den vielen Jahren der Vorbereitung alle kritischen Fragen zufriedenstellend für die Stadt und alle Bürger beantwortet werden können, wiederholen die Festspielhaus-Initiativen ausdrücklich ihr Informationsangebot an alle Ratsmitglieder. Auch für Rückfragen und Klärungsbedarf vor der entscheidenden Ratssitzung stehen sie den Stadtverordneten kurzfristig zur Verfügung. Dies haben die Bürgerinitiativen für das Festspielhaus in einem gemeinsamen Schreiben an die Fraktionsvorsitzenden noch einmal betont und zugleich den Oberbürgermeister gebeten, das Informationsangebot auch allen Stadtverordneten direkt weiterzuleiten. 

Für eine rechtzeitige Realisierung des Beethoven Festspielhauses zum Beethovenjubiläum haben sich alle beteiligten Partner jetzt auf einen engen und strengen Zeitplan verständigt, in dem zahlreiche notwendige Entscheidungen und Aufgaben abgestimmt und erledigt werden müssen. 

Die Deutsche Post, die inzwischen mehrfach bewiesen hat, dass sie ihre Versprechen und Pläne einhält, ist bereit, einen zweiten Architektenwettbewerb zu finanzieren, an dem die internationale Spitzengruppe weltweit anerkannter Architekten teilnimmt. Voraussetzung dafür ist nun die Freigabe des Baufeldes durch den Stadtrat.

Nach vielfältigen Vorleistungen, die von der Deutschen Post DHL, den bürgerschaftlichen Festspielhauspartnern und den beteiligten Fachabteilungen der Stadtverwaltung schon erledigt wurden, bitten die Festspielhaus-Initiativen nun eindringlich um diesen nächsten, erforderlichen Schritt. Die im Zusammenhang mit der „Baureifmachung“ anfallenden Kosten, die mit ca. 5 Mio Euro erheblich niedriger ausfallen, als von Gegnern behauptet, werden erst ab der Bewilligung des Bauantrags im nächsten Jahr nach und nach fällig und können bis zu 50% mit Landesmitteln gefördert werden. 

Statements der privaten Festspielhaus-Initiativen: 

Als „notwendigen Startschuss für die gesamte Planung des Beethoven-Jubiläums“ sieht Wolfgang Grießl, Vorsitzender des Beethoven Festspielhaus Fördervereins e.V. die nun anstehende Entscheidung des Stadtrats. „Alle Untersuchungen in bedeutenden Festspielstädten belegen die enorme wirtschaftliche Bedeutung internationaler Kulturfestivals. Bonn darf die einmalige Chance, mit dem Beethovenjubiläum in die Riege der internationalen „big players“ aufzusteigen nicht versäumen. Nicht nur kulturelle, auch wirtschaftliche Argumente sprechen für das Festspielhaus“, so der IHK-Präsident. 

„Nicht nur für alle Festspielhausfreunde, die Feuer und Flamme für Beethoven sind, sondern für alle weltweit, denen Beethoven am Herzen liegt, wird das neue Festspielhaus die Marke Beethoven untrennbar mit Bonn verbinden. Wir können froh sein, dass wir nun einen geeigneten und bezahlbaren Standort gefunden haben Er bietet darüber hinaus die Chance, einen Campus der Musik zu entwickeln, der offen ist für alle Generationen und alle Musikrichtungen. Auch der Stadtrat muss sich mit Blick auf Bonns Zukunft endlich auf Beethoven besinnen!“, unterstreicht die Vorsitzende der Festspielhausfreunde Dr. Monika Wulf-Mathies. 

Für die Bürger für Beethoven sagte deren Vorsitzender Dr. Stephan Eisel: „Nach einer jahrelangen Zeit des Vertagens und Wartens sind jetzt konkrete Entscheidungen unumgänglich. Dabei kann die Stadt nur gewinnen, denn jeder, der das Gelände kennt, weiß, dass die Stadt dort – z. B. durch den Abriss des Hochbunkers – auch unabhängig vom Festspielhaus investieren müsste. Wenn sich jetzt – von der Deutschen Post DHL finanziert – internationale Spitzenarchitekten des Geländes annehmen wollen, muss man im Interesse der Zukunft Bonns entschlossen zugreifen.“ 

Der ehemalige Ministerpräsident und Bundeswirtschaftsminister  Wolfgang Clement unterstrich für die Beethoventaler-Genossenschaft: „Überall in Deutschland und darüber hinaus beneidet man Bonn um die Chance, die sich mit den Mitteln des Bundes und des Weltunternehmens Deutsche Post DHL für die Beethovenstadt ergeben. Hier geht es um ein echtes Bürgeranliegen. Dem nachhaltigen Engagement der regionalen Wirtschaft kommt höchste Bedeutung zu. Das kann und wird dann auch die Politik nicht ignorieren.“

 

DER COUNTDOWN LÄUFT

Die Festspielhauspartner erläutern den Handlungsbedarf anhand des jetzt startenden „Countdown“:

 2020: Jubiläum

Im Weltklasse-Konzerthaus mit optimalen akustischen und optischen Rahmenbedingungen für Musiker und Publikum begegnen sich aus Anlass von Beethovens 250. Geburtstag die großen Orchester der Welt. Gelockt vom neuen architektonischen Wahrzeichen der Beethovenstadt lernen Besucher aus aller Welt darüber hinaus die reichhaltige, vielfältige und kreative Kulturszene der Stadt und ihre Umgebung kennen. 

Frühjahr 2019: Schlüsselübergabe

Das Festspielhaus wird offiziell eröffnet. Eine Saison „Vorlauf“ vor dem großen Jubiläum ist notwendig, um die Funktionsbedingungen des Hauses gut kennenzulernen und einen eingespielten Betrieb zu ermöglichen. 

Anfang 2016: Spatenstich/Grundsteinlegung

Politik, Verwaltung, Bauinvestoren und Bürger versammeln sich zum „ersten Spatenstich“. Nach langjähriger Erfahrung mit Großbauten wie dem „Posttower“ wissen die Baufachleute der Deutschen Post DHL, dass bei guter Vorplanung auch anspruchsvolle Großarchitektur in 3 Jahren im vorgesehenen Kostenrahmen gebaut werden kann.

Frühjahr 2015: Bauantrag

Der Bauantrag für das Festspielhaus passiert den Stadtrat. Zuvor sind die Kosten der Baureifmachung bis ins Einzelne berechnet, der Businessplan ist abgestimmt und die Betriebsstiftung ist gegründet. Außerdem steht die Finanzierung des Baus , denn nur dann geht es los.

Januar 2015: Der Siegerentwurf steht fest

Nach eingehendem Controlling der angefragten Generalunternehmer werden die für den Bau entstehenden Kosten „marktbasiert“ berechnet. Es wird derjenige Siegerentwurf gebaut, der einer marktbasierten Kostenschätzung am sichersten Stand hält. 

November 2014: Zehn Weltklasse-Architekten

präsentieren ihre Entwürfe in der Öffentlichkeit. Nach einer Vorprüfung der Machbarkeit der 10 beteiligten Architekten-Entwürfe werden Ideen-Skizzen, Fotos, Modelle und Animationen in der Posttowerlounge ausgestellt. 

27./28. Oktober 2014: Das Preisgericht entscheidet

Eine international besetzte Jury aus Architektur- und Städtebau-Fachleuten entscheidet über die zwei besten Entwürfe. Die Architekten müssen ihre ausgearbeiteten Vorschläge bis Ende September einreichen, die bis zur Juryentscheidung auf ihre technische Machbarkeit im Kostenrahmen geprüft werden. 

Juli 2014: Wettbewerb läuft!

Nach einem „Architektenkolloquium“, bei dem alle beteiligten Architektenbüros eingeladen sind, alle Fragen zu den Rahmenbedingungen zu stellen, beginnt die knapp bemessene Planungsphase für alle Kandidaten. Wenn die Politik in die Sommerpause geht, gedeihen in den kreativen Köpfen die Pläne für die Beethovenstadt. 

23. Juni 2014: Ratsentscheidung

Mit der Entscheidung des Stadtrats für die Baureifmachung des Baufeldes zeigen die verantwortlichen Politiker Weitsicht. Sie haben die wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung des Festspielhausprojektes für die Stadt und die Region erkannt.

 

RSS

Meldungen im Archiv