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Realismus und Besonnenheit mahnen

die BÜRGER FÜR BEETHOVEN in der aktuellen Debatte um die Zukunft der Bonner Theaterliegenschaften an. Ein einstimmiger Vorstandsbeschluss unterstreicht, dass die Sicherung des Kulturangebots Oper wichtiger ist als Gebäude- und Standortfragen
Realismus und Besonnenheit mahnen

 

 

Den folgenden Text können Sie hier ausdrucken.

 

Die Stellungnahme von Generalintendant Bernhard Helmich (Theater Bonn), Generalmusikdirektor Dirk Kaftan (Beethoven Orchester Bonn) und Intendant Steven Walter (Beethovenfest Bonn) finden Sie hier .

 

Die vollständige Ratsvorlage zur Zukunft der Theaterliegenschaften (317 Seiten!) finden Sie hier. 

 

Sicherung des Kulturangebots Oper ist wichtiger als Gebäude- und Standortfragen

Bürger für Beethoven mahnen Realismus an

Der mit 1.700 Mitgliedern größte Bonner Kulturverein „Bürger für Beethoven“ mahnt in der aktuellen Debatte zur Zukunft der Theaterliegenschaften zu Besonnenheit und Realismus. Wie der Vorsitzende des Beethoven-Vereins Stephan Eisel mitteilte, hat der 16-köpfige Vorstand dazu einstimmig (bei zwei Enthaltungen) den folgenden Beschluss gefasst, der jetzt auch allen Ratsmitgliedern übermittelt werden soll:

„Die Bürger für Beethoven mahnen in der aktuellen Debatte um die Zukunft der Theaterliegenschaften zu Besonnenheit und Realismus. Dazu gehört auch, dass die Stadtverwaltung ihre Öffentlichkeitsarbeit erheblich verbessert, denn viele Fakten, die dem Rat vorgelegt wurden, sind in der Bürgerschaft nicht bekannt.

Für die Bürger für Beethoven steht im Mittelpunkt die nachhaltige Sicherung des Kulturangebots von Oper und Schauspiel – und damit auch des Beethoven Orchesters Bonn als A-Orchester. Es wäre für die Beethovenstadt Bonn ein schwerer Schlag, wenn zehn Jahre nach der Verhinderung des Beethoven-Festspielhauses jetzt auch das Musiktheater in Frage gestellt würde. Dies zu verhindern ist wichtiger als Gebäude- oder Standortfragen.

Ein angemessenes Kulturangebot ist ein wichtiger Standortfaktor für die Bonner Bürger und im nationalen und internationalen Städtewettbewerb. Es ist kein Zufall, dass alle deutschen Städte der Größe Bonns eine eigene Oper haben.[1] Für Bonn ist dieser Standortfaktor umso wichtiger als große internationale Unternehmen hier ihren Sitz haben, die Exzellenz-Universität im Blick auf internationale Strahlkraft darauf angewiesen ist und Bonn eine Verantwortung als UN-Stadt hat. Davon profitieren auch die Bonner Bürger: Das städtische Kulturangebot (Orchester, Oper, Schauspiel, Beethovenfest, Kunstmuseum) kommt in Bonn auf ca. 400.000 Besuche im Jahr.

Kultur ist in Bonn also auch ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor, der erheblich geschwächt würde, wenn das städtische Kulturangebot kein stabiler Anker bleibt. Aber auch das Kulturangebot muss sich im Blick auf die Finanzierbarkeit dem Wettbewerb kommunaler Aufgaben stellen. Um diesen Wettbewerb zu bestehen, ist neben dem Augenmaß bei notwendigen Investitionskosten auch die Effizienz bei den jährlichen Betriebskosten wichtig.

Wir begrüßen es, dass die Stadtverwaltung nach jahrelangem Stillstand endlich Zahlen und Fakten für verschiedene Zukunftsperspektiven vorgelegt hat. Es bleiben dabei zwar viele Fragen offen, aber zugleich ist unzweifelhaft, die der jetzige Zustand nicht aufrechterhalten werden kann. Die verschiedenen Theaterliegenschaften sind dafür zu marode: Durch Akutmaßnahmen kann der Spielbetrieb allenfalls noch ca. fünf Jahre 5 Jahre gesichert werden – mit dem erheblichen Risiko, dass sich dieser Zeitraum durch unvorhersehbare Probleme weiter verkürzt oder der Betrieb ganz eingestellt werden muss.

Die Herausforderungen werden dabei nicht kleiner, wenn ihre Lösung wie in den vergangenen Jahren ständig aufgeschoben wird. Die drängende Entscheidungsnotwendigkeit eröffnet aber auch neue Chancen, die mutig genutzt werden sollten. So geht es auch darum, mit einem Neubau – wo auch immer – Zukunftsvisionen zu ermöglichen – z. B. mit einem Bühnenhaus, das neben Oper auch die visuellen und akustischen Potentiale des 21. Jahrhunderts erschließt und sich verschiedenen Musiksparten öffnet. Der jetzt notwendige Grundsatzbeschluss über die Theaterliegenschaften ist nicht der Schlusspunkt für die notwendige Diskussion um die inhaltliche Ausgestaltung des Kulturangebots, sondern öffnet die Tür dazu. Die Kulturszene trägt eine besondere Verantwortung das auch zu nutzen.“

[1] Eine Ausnahme ist lediglich Bochum, das neben dem Theater aber einen herausragenden Konzertsaal hat.

 

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Aktuelles

Zu einem Beethoven-Rundgang Am 2. August um 15 Uhr

laden die BÜRGER FÜR BEETHOVEN ein. Der Vorsitzende Stephan Eisel führt zu authentischen Beethoven-Orten in der Bonner Innenstadt und berichtet über Beethovens 22 Bonner Jahre. Der größte Sohn der Stadt hat länger in Bonn gelebt und gearbeitet als Mozart in Salzburg und hier seine entscheidenden Prägungen erfahren. Der Rundgang dauert ca. 90 Minuten. Treffpunkt ist um 15 Uhr das Beethoven-Haus. Die Führung endet dann am Münsterplatz. Der Eintritt ist frei. Anmeldung wird erbeten unter webmaster@buerger-fuer-beethoven.de

AM 17. JULI, DEM 239. JAHRESTAG DES TODESTAGES DER MUTTER

Beethovens legten die BÜRGER FÜR BEETHOVEN am Grab auf dem Bonner Alten Friedhof einen Kranz nieder. Es schloß  sich ein Konzert in der Friedhofskapelle mit Lucia Maria Ramme (Cello) an, Beethoven Bonnensis Preisträgerin 2025. Bei diesem Gesprächskonzert berichtet Stephan Eisel über das Leben der Mutter des großen Komponisten. 

Über 5.000 Besucher kamen zum 4. Bonner Beethoven-Tag

am 11. Juli auf den Bonner Marktplatz und feierten zusammen mit mehr als 200 Musikern  den größten Sohn der Stadt zu feiern. Das Spektrum reicht von der Klassik bis zum Jazz, vom Kinder- und Jugendchor des Theeater Bonn über Musiker und Musikerinnen des Beethoven Orchester Bonn bis zur Bigband der Deutschen Telekom. Dazu kommen Kurzinterviews mit Persönlichkeiten aus der Stadtgesellschaft. 

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AM 12. AUGUST 2026 ERINNERN DIE BÜRGER FÜR BEETHOVEN

zum 13. Mal auf dem Münsterplatz an die Enthüllung des Beethoven-Denkmals am gleichen Tag im Jahr 1845. Mit Musik und Berichten aus der Zeit wirde des historischen Ereignisses gedacht. Die musikalische Gestaltung übernimmt Falko Hönisch (Bariton).  Die Moderation mit Zeitzeugenberichten liegt bei dem Vorsitzenden der BÜRGER FÜR BEETHOVEN Stephan Eisel.