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Fabian Müller erhielt am 16. Mai den Beethoven-Ring 2023,

nachdem er mit deutlichem Vorsprung eine Abstimmung der 1700 Mitglieder der BÜRGER FÜR BEETHOVEN unter den vier jüngsten Solisten des Beethovenfestes 2023 gewonnen hatte, die ein Werk von Beethoven interpretierten. Müller ist der 19. Beethoven-Ring-Träger und zugleich der erste Bonner, der die Auszeichnung erhielt.Er betonte, dass es für ihn eine große Bedeutung habe, mit dem Beethoven-Ring ausgezeichnet zu werden: „Unsere Zeit fühlt sich manchmal sehr düster an und Beethoven steht wie kaum ein anderer für ein riesiges Herz und den Glauben daran, dass wir Menschen in Frieden und Verbundenheit zusammen leben können.“
Beethoven-Ring-Träger Fabian Müller mit dem Vorsitzenden der BÜRGER FÜR BEETHOVEN Stephan Eisel
Beethoven-Ring-Träger Fabian Müller mit dem Vorsitzenden der BÜRGER FÜR BEETHOVEN Stephan Eisel

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Die Verleihung des Beethoven-Rings an Fabian Müller am 16. Mai 2024

Die Verleihung des Beethoven-Rings an Fabian Müller am 16. Mai 2024

Fabian Müller mit Beethoven-Ring ausgezeichnet

Eigenes Kompositionsprojekt „32 Bagatellen für Beethoven“ vorgestellt 

Bei einem Konzert im Kammermusiksaal des Bonner Beethoven-Hauses haben die BÜRGER FÜR BEETHOVEN dem Pianisten Fabian Müller den BEETHOVEN-RING verliehen. Die Auszeichnung wird seit 2004 vergeben. Der 1990 geborene Müller ist der erste Bonner Preisträger. In seiner Laudation hob der Vorsitzende des Beethoven-Vereins Stephan Eisel hervor, dass Müller „mit seiner außergewöhnlichen Spieltechnik immer neue Möglichkeiten der Klanggestaltung eröffnet und so den Zuhörern neue und tief bewegende Hörerlebnisse ermöglicht.“ Müller betonte, dass es für ihn eine große Bedeutung habe, mit dem Beethoven-Ring ausgezeichnet zu werden: „Unsere Zeit fühlt sich manchmal sehr düster an und Beethoven steht wie kaum ein anderer für ein riesiges Herz und den Glauben daran, dass wir Menschen in Frieden und Verbundenheit zusammen leben können.“

Im Preisträgerkonzert spielte Müller die Klavier-Sonate Nr. 3 f-moll von Johannes Brahms sowie die „Waldstein-Sonate“ op. 53 C-Dur, die Beethoven dem Musikliebhaber Ferdinand Ernst Graf von Waldstein gewidmet hat, der ihn schon Bonn förderte. In diesem Zusammenhang stellte er sein neues Kompositionsprojekt „32 Bagatellen für Beethoven“ vor und spielte daraus die „Bagatelle Nr. 21 für Klavier“, die sich auf die Waldstein-Sonate bezieht und unmittelbar in sie überleitet.  Das Projekt entstand im Zusammenhang mit einer Einladung von Daniel Barenboim an Müller 2024 /25 in Berlin in acht Konzerten alle Klaviersonaten von Beethoven zu spielen. Diese Konzerte werden in beiden Jahren auch beim Bonner Beethovenfest angeboten. Als Hommage an den großen Komponisten komponiert Müller dazu 32 Bagatellen für Klavier, die in den Konzerten den jeweiligen Sonaten vorangestellt werden.

„Bagatellen“ („Kleinigkeiten“) sind kurze Charakterstücke meist für Klavier. Beethoven hat diese Gattung besonders gepflegt. Müller will die Form nutzen, um sich intensiv mit Beethovens Kompositionsprozess auseinanderzusetzen und seine eigene musikalische Sprache zu entdecken. Die BÜRGER FÜR BEETHOVEN unterstützen Müllers Projekt, um damit auch das Profil Bonns als Beethovenstadt zu stärken. Mit einer Spende ab 250.- € kann man Widmungsträger für eine Bagatelle werden und so das Vorhaben fördern. 

Der Beethoven-Ring wird jährlich in einer Abstimmung der 1.700 Mitglieder der BÜR­GER FÜR BEETHOVEN unter Solisten des Beethovenfestes vergeben, die ein Werk von Beethoven interpretieren. Müller überzeugte beim Eröffnungskonzert des Beethovenfestes 2023 mit Beethovens 3. Klavierkonzert. Er konnte sich in den letzten Jahren auf den großen Konzertbühnen von der New Yorker Carnegie Hall bis zur Elbphilharmonie etablieren und gastiert regelmäßig bei den großen Klavierfestivals. Seine erste Auszeichnung erhielt bereits 2004 im Alter von 13 Jahren Beethoven-Bonnensis-Jugendwettbewerb der BÜRGER FÜR BEETHOVEN. Er gehört auch dem Kuratorium des Vereins an. Für sein „Ring-Konzert“ bedankten sich die Zuhörer im ausverkauften Konzertsaal mit lang anhaltendem stehendem Beifall.

Bisherige Träger des Beethoven-Rings sind der Dirigent Gustavo Dudamel (2004), die Geigerinnen Julia Fi­scher (2005) und Lisa Ba­tiashvili (2006), der Cellist Giorgi Kharadze (2007), die Pianisten Lauma Skride (2008) und Teo Gheorghiu (2009), der Geiger Sergei Khachatryan (2010), der Hornist Premysl Vojta (2011), der Oboist Philippe Tondre (2012), die Geigerin Ragnhild Hemsing (2013), die Fagottistin Sophie Dartigalongue (2014), der Cellist Nicolas Altstaedt (2015) sowie die Pianisten Filippo Gorini (2016), der Pianist Igor Levit (2017), Kit Armstrong (2018), die Sängerin Nicola Heinecker (2019), der Pianist Knut Hanßen (2021) und die Cellistin Julia Hagen (2023).

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Aktuelles

Im Alter von 77 Jahren ist Wolfgang Grießl verstorben.

Als IHK-Präsident Bonn-Rhein/Sieg und Mitglied der Bürger für Beethoven hat er sich unermüdlich für ein Beethoven-Festspielhaus in Bonn eingesetzt und dafür auch die Spendenalktion 5000X5000 ins Leben gerufen.  Dass das im Bau vollständig privat finanzierte Projekt an der Kurzsichtigkeit der Bonner Kommunalpolitik gescheitert ist, hat ihn sehr getroffen. Zur Sanierung der Beethovenhalle prognostizierte Grießl schon 2016 Kosten von mehr als 100 Mio € und wurde selbst in dieser von den meisten als zu pessimistisch abgetanenen Prognose mit inzwischen 230 Mio € übertroffen.

Am 9. März wird der herausragende Oboist Philippe Tondre

sich im nunmehr dritten Jahr hintereinander mit einem Sonderkonzert bei den BÜRGERN FÜR BEETHOVEN bedanken. Tondre hatte 2012 von dem Beethoven-Verein den Beethoven-Ruing erhalten. Nachdem er bisher Solo-Oboist des Philadephia Orchestra war, wechselt er jetzt zum Orchester der Tonhalle Zürich. In Bonn spielte er mit seiner Klavierpartnerin Danae Dörken ein besonderes Programm.

Mit "Mit BEethoven nach nepal" ist ein außergewöhnliches

Projekt des Bonner Pianisten Marcus Schinkel,  seinem Partner im "Duo Passacaglia" Reiner Witzel und dem Godesberger Arzt Dr. Fred Prünte. Unter dem Motto  “Alle Menschen werden Brüder“ haben sie den Kindern Beethoven musikalisch näher gebracht.

Mit dem XII. Musikerfrühstück am 22. März erinnern die

BÜRGER FÜR BEETHOVEN in der Godesberger Redoute daran, dass dort im Juli 1792 Joseph Haydn Ludwig van Beethoven begegnet ist. Damals richteten die Musiker des Bonner kurfürstlichen Orchesters in Godesberg -  "einem Lustorte nahe bei Bonn" - ein Frühstück aus. Wie damals gibt es ein üppiges Frühstücksbuffet mit Musik von Fritz Grimm, Beethoven-Bonnensis-Preisträgers aus dem Jahr 2025.

Auch 2026 gibt es wieder den Jugendwettbwerb

BEETHOVEN BONNENSIS. Zur Teilnahme sind junge Musikerinnen und Musiker aufgerufen, die zum Beginn des Wettbewerbs 13 bis 19 Jahre alt sind und noch nicht in einer musikalischen Berufsausbildung stehen. Attraktive Preisgelder winken den Siegern für ihre Bestleistung in den Wettbewerbskategorien Solo-Wertung, Ensemble-Wertung und für den Sonderpreis Beethoven-Interpretation. Anmeldeschluss ist der 20. April 2026.