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Eine Mitgliederversammlung der Bürger für Beethoven

hat am 28. Oktober 2024 einstimmig den 16-köpfigen Vorstand des Beethoven-Vereins mit Stephan Eisel an der Spitze für weitere drei Jahre im Amt bestätigt. Zugleich wurde die langjährige stellvertretende Vorsitzende Marlies Schmidtmann, die nach 20 Jahren aus dem Vrstand ausschied, mit der Ehrenmitgliedschaft geehrt.

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Eisel bleibt Vorsitzender der BÜRGER FÜR BEETHOVEN

Marlies Schmidtmann wird Ehrenmitglied

Bei ihrer Jahreshauptversammlung haben die BÜRGER FÜR BEETHOVEN ihren Vorsitzenden Stephan Eisel einstimmig im Amt bestätigt. Eisel ist ehem. Bonner Bundestagsabgeordneter und hat zuletzt mehrere Publikationen zu Beethovens 22 Bonner Jahren vorgelegt. Zu seinen Stellvertretern wurden ebenso einstimmig der ehem. Geschäftsführer Hans Christoph Pakleppa, der ehemalige Personalvorstand der Deutschen Post DHL Walter Scheurle und die frühere Bad Godesberger Bezirksbürgermeisterin Annette Schwolen-Flümann gewählt. Schatzmeister bleibt das frühere Mitglied des Beethoven Orchesters Robert Ransburg. Die Vorsitzende des Netzwerks Ludwig van B., Solveig Palm, setzt ihre Arbeit als geschäftsführendes Vorstandsmitglied fort. Dem Vorstand gehören insgesamt 16 Mitglieder an.

Marlies Schmidtmann, die dem Vorstand insgesamt zwanzig Jahre angehört hat, ist aus Altersgründen ausgeschieden und wurde einstimmig zum Ehrenmitglied ernannt. Stephan Eisel würdigte ihre langjährige Stellvertreterin als „die gute Seele des Vereins“: „Sie war immer zur Stelle, wenn es etwas zu tun gab und stand als Ehrenamtlerin rund um die Uhr als Ansprechpartnerin für die Mitglieder zur Verfügung. Die BÜRGER FÜR BEETHOVEN haben Marlies Schmidtmann sehr viel zu verdanken.“ 

Bei der Mitgliederversammlung stellte David Hecker in einem Grußwort die Arbeit der städtischen Ludwig-van-Beethoven Musikschule vor. Die musikalische Einleitung hatte ein Cello-Quartett der Musikschule übernommen. Verschiedene Vorstandsmitglieder berichteten über Projekte aus der Vereinsarbeit. In seinem Rechenschaftsbericht lobte Eisel die zunehmend bessere Verankerung des Beethovenfestes in der Stadtgesellschaft. „Intendant Steven Walter ist hier auf dem richtigen Kurs und hat unsere Unterstützung“. Notwendig sei aber auch eine stärkere Integration von Bund und Land beim Beethovenfest: „Dazu muss man auch bereit sein, die Strukturen zu modernisieren. Ein Modell dafür könnte die Bayreuther Festspiele GmbH sein." 

Im übrigen habe Bonn noch viel zu tun, um ein Profil als Beethovenstadt zu etablieren. Manche würden das Thema nach dem Jubiläum 2020 gerne wieder ad acta gelegen: „Wir dringen weiter mit Nachdruck darauf, dass 2020 kein einmaliges Feuerwerk bleibt, sondern als eine Initialzündung genutzt wird, nachhaltige Strukturen zur Profilierung Bonns als Beethovenstadt zu schaffen“. Die Erweiterung des Beethoven-Hauses und der von den BÜRGERN FÜR BEETHOVEN durchgesetzte Beethoven-Rundgang seien hier erste Bausteine gewesen, aber man müsse mehr erreichen. So sei es sinnvoll, endlich einen nationalen Beethovenpreis mit internationaler Ausstrahlung zu etablieren. "Der Aachener Karlspreis ist dafür ein gutes Vorbild." 

Außerdem bleibe das Fehlen eines modernen Konzertsaales ein großes Defizit bei der Profilierung Bonns zur Beethovenstadt, das nicht durch die Wiedereröffnung einer renovierten Mehrzweckhalle behoben werden könne.  Unter dem Beifall der Mitglieder sagte Eisel, dass jeder wisse, dass es ein großer Fehler von Rat und Verwaltung gewesen sei, die Chance für ein Beethoven-Festspielhaus auszuschlagen. Jetzt biete die Debatte um die Zukunft des Opernhauses die Chance, den Fehler zu korrigieren: „Nach den Erfahrungen bei der Beethovenhalle wäre es fahrlässig, bei der Oper wieder eine unkalkulierbare Altbau-Sanierung anzupacken. Ein Neubau würde nicht nur einen  modernen integrierten Opern- und Konzertsaal ermöglichen, sondern eröffnet auch die Chance,  ein modernes offenes Bürgerzentrum der Kultur mit einem vielfältigen Musikangebot  zu etablieren." 

Dem Vorstand gehören als weitere Mitglieder an die Musikjournalistin Verena Düren-Kölsch, die Juristin Petra Fendel-Sridharan, der frühere leitende Beamte im Kölner Zollkriminalamt Peter Keller, der Arzt Dr. Stephan Kern, die Leiterin des Kammermusiksaals und Konzertprogramms im Beethoven-Haus Julia Kluxen-Ayissi, das Gründungsmitglied des Bonner-Saxophon-Ensembles  Arnulf Marquardt-Kuron, der Verwaltungsleiter der NRW-Akademie für Internationale Politik Stephan Masseling, die ehem. Referatsleiterin einer obersten Bundesbehörde Dorika Seib, die Geigerin im Beethoven-Orchester Veronika Wehling und der selbstständige Kaufmann Frank Wittwer.

Mit 1.717 Mitgliedern sind die BÜRGER FÜR BEETHOVEN nicht nur der größte selbstständige Verein in Bonn und der Region ohne hauptamtliche Geschäftsstelle, sondern im Unterschied zu vielen anderen Vereinen auch auf ständigem Wachstumskurs.

v.l.n.r.
oben: Stephan Eisel, Annette Schwolen-Flümann, Walter Scheurle, Hans Christoph Pakleppa, Petra Fendel-Sridharan, Arnulf Marquardt-Kuron, Stephan Kerm, Julia Kluxen-Ayissi
unten: Robert Ransburg, Solveig Palm, Peter Keller, Frank Wittwer, Verena Düren-Kölsch, Stephan Masseling, Dorika Seib, Veronica Wehling

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Aktuelles

DEr 4. Bonner Beethoventag am 11. Juli

bringt auf dem Bonner Marktplatz wieder mehr als 200 Musiker der unterschiedlichsten Sparten zusammen, um den größten Sohn der Stadt zu feiern. Das Spektrum reicht von der Klassik bis zum Jazz, vom Kinder- und Jugendchor des Theeater Bonn über Musiker und Musikerinnen des Beethoven Orchester Bonn bis zur Bigband der Deutschen Telekom. Dazu kommen Kurzinterviews mit Persönlichkeiten aus der Stadtgesellschaft. Den aktuellen Programmstand finden Sie hier

AM 17. JULI, DEM 239. JAHRESTAG DES TODESTAGES DER MUTTER

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AM 12. AUGUST 2026 ERINNERN DIE BÜRGER FÜR BEETHOVEN

zum 13. Mal auf dem Münsterplatz an die Enthüllung des Beethoven-Denkmals am gleichen Tag im Jahr 1845. Mit Musik und Berichten aus der Zeit wirde des historischen Ereignisses gedacht. Die musikalische Gestaltung übernimmt Falko Hönisch (Bariton).  Die Moderation mit Zeitzeugenberichten liegt bei dem Vorsitzenden der BÜRGER FÜR BEETHOVEN Stephan Eisel.

Am 20. Juni fand das Preisträger-Konzert

des diesjährigen Jugendwettbewwerbs BEETHOVEN BONNENSIS der BÜRGER FÜR BEETHOVEN im Kammermusiksaal des Beethoven-Hauses statt. Im 24. Jahr des Wettbwerbs gab es eine Rekordbeteiligung. Ein hochrangige Jury aus renommierten Berufsmusikern vergab Solo- und Ensemble Preise sowie Auszeichungen für die beste Beethoven-Interpretation und Neue Musik. 

Anouchka Hack erhielt am 4. Juni den Beethoven-Ring 2025,

bei einem Konzert im Kammermusiksaal des Beethoven-Hauses Bonn. Die Auszeichnung wird vergeben durch eine Abstimmung der Mitglieder der BÜRGER FÜR BEETHOVEN unter den jüngsten Solisten, die beim Beethovenfest ein Werk von Beethoven interpretieren. Die Cellistin überzeugte mit Beethovens Cellosonate C-Dur op. 102/1. Anouchka Hack ist die 21. Trägerin des Beethoven-Rings.