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Am 7. Juni 2023 erhielt die Cellistin Julia Hagen

den Beethoven-Ring 2022 der BÜRGER FÜR BEETHOVEN im Rahmen eines Konzertes im Kammermusiksaal des Beethoven-Hauses. Begleitet von Lukas Sternath (Klavier) spielte Julia Hagen Werke von Ludwig van Beethoven, Robert Schumann und Sergei Sergej Rachmaninov. Da sie an diesem Tag auch ihren Geburtstag feierte sang ihr das begeisterte Publikum ein Ständchen. So etwas gibt es im ehrwürdigen Beethoven-Haus auch nicht alle Tage. Seit 2004 zeichnen die BÜRGER FÜR BEETHOVEN junge aufstrebende Musiker mit dem BEETHOVEN-RING aus. Preisträger wird jeweils eine der fünf jüngsten Künstlerpersönlichkeiten die beim Beethovenfest ein Werk Beethovens interpretieren. Darüber entscheiden die Mitglieder der BÜRGER FÜR BEETHOVEN durch eine Abstimmung. 

 

Das spontane Geburtstagsständchen für Julia Hagen können Sie hier sehen und hören.


Den folgenden Text können Sie hier ausdrucken.

 

Julia Hagen erhält den Beethoven-Ring 2022

 

Der BEETHOVEN-RING 2022 der BÜRGER FÜR BEETHOVEN geht an die 27-jährige Salzburger Cellistin Julia Hagen. Das teilte der Vorsitzende des Beethoven-Vereins Stephan Eisel mit: „Julia Hagen gehört zu den vielversprechendsten Instrumentalisten ihrer Generation. Sie ist in der Kammermusik ebenso zu Hause wie in der Arbeit mit großen Orchestern. Ihr Spiel gibt dem Cello eine eigene Persönlichkeit, und das fasziniert die Zuhörer.“

Der Beethoven-Ring wurde in einer Abstimmung der 1.700 Mitglieder der BÜR­GER FÜR BEETHOVEN unter den fünf jüngsten Solisten des Beethovenfestes vergeben, die ein Werk von Beethoven interpretierten. Hagen überzeugte beim Abschlusskonzert des Beethovenfestes 2022 mit Beethovens Tripelkonzert opus 56, das sie gemeinsam mit dem Pianisten Kit Armstrong (Beethoven-Ring-Träger 2018), dem Geiger Renaud Capuçon und dem Aurora-Orchester unter der Leitung von Nicholasm Collon darbot. Julia Hagen ist die 18. Trägerin des Beethoven-Rings, den 2004 erstmals Gus­tavo Dudamel erhalten hat. Wie Eisel mitteilte, gewann sie die Abstimmung mit deutlichem Vorsprung. Auf den Plätzen folgten die Pianisten Dmytro Choni und Amadeus Wiesensee sowie Jonian Illias Kadesha (Geige) und Nicolas Namoradze (Klavier).

Julia Hagen reagierte auf die Auszeichnung mit großer Freude: "Als Trägerin des Beethoven-Rings 2022 ausgewählt worden zu sein, ist für mich eine große Ehre, die mich mit Freude und Stolz erfüllt. Mit der Stadt Bonn verbindet mich nicht nur die gemeinsame Liebe zu Ludwig van Beethoven und seiner Musik, sondern auch die Tatsache, dass ein Teil meiner Familie aus dieser Stadt stammt. Somit kann ich es kaum erwarten, mein Cello im Beethovenhaus Bonn zu spielen und diesen wunderbaren Preis, den so viele von mir geschätzte Kollegen erhalten haben, entgegenzunehmen."

Die Cellistin erhielt ihre Ausbildung am Salzburger Mozarteum bei Enrico Bronzi, sowie in Wien bei Reinhard Latzko und Heinrich Schiff und Berlin bei Jens Peter Maintz. Seit 2019 ist sie Stipendiatin der Kronberg Academy bei Wolfgang Emanuel Schmidt. Sie wuchs in einer berühmten Salzburger Musikerfamilie auf. Vater, Onkel und Tante gründeten in den Siebzigerjahren das Hagen-Quartett. Schon im Alter von 14 Jahren debütierte Julia Hagen im Brucknerhaus Linz als Solistin mit dem Wiener Jeunesse Orchester. Seitdem tritt sie in ganz Europa und Japan auf. Zu ihren regelmäßigen Kammermusikpartnern gehören u. a. Igor Levit und Renaud Capuçon. Julia Hagen spielt ein Violoncello von Francesco Ruggieri (Cremona, 1684).

Der Beethoven-Ring der BÜRGER FÜR BEETHOVEN wird ihr im Frühsommer 2023 im Rahmen eines Konzertes im Kammermusiksaal des Bonner Beethoven-Hauses verliehen werden. Bisherige Träger des Beethoven-Rings sind der Dirigent Gustavo Dudamel (2004), die Geigerinnen Julia Fi­scher (2005) und Lisa Ba­tiashvili (2006), der Cellist Giorgi Kharadze (2007), die Pianisten Lauma Skride (2008) und Teo Gheorghiu (2009), der Geiger Sergei Khachatryan (2010), der Hornist Premysl Vojta (2011), der Oboist Philippe Tondre (2012), die Geigerin Ragnhild Hemsing (2013), die Fagottistin Sophie Dartigalongue (2014), der Cellist Nicolas Altstaedt (2015) sowie die Pianisten Filippo Gorini (2016), der Pianist Igor Levit (2017), Kit Armstrong (2018), die Sängerin Nicola Heinecker (2019) und Knut Hanßen (Klavier).

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Aktuelles

Mit dem 2. Bonner Beethoven-Tag am 4. Mai 2024

wird auf dem Bonner Marktplatz der 200. Geburtstag von Beethovens 9. Sinfonie mit der berühmten „Ode an die Freude“ gefeiert, die am 7. Mai 1824 in Wien uraufgeführt wurde. Über 100 Musiker unterschiedlichster Stilrichtungen haben ihre Teilnahme zugesagt.  Den Auftakt macht der Kinder- und Jugendchor des Theaters Bonn und zum Abschluss gibt es ein Platzkonzert des Sinfonischen Blasorchesters des Kardinal-Frings-Gymnasiums. Dazu kommen Interviews mit Musikern und Musikwissenschaftlern über ihre Begegnung mit der Neunten.

Am 29. April wird das neue Beethoven-Buch

von Stephan Eisel vorgestellt. Dabei geht es um BONN UND DIE NEUNTE SINFONIE, denn Beethovens Meisterwerk hat vielfältige Bezüge zu seiner Heimatstadt. Stephan Eisel erklärt auf 168 Seiten - incl. einer englischen Übersetzung -, was es damit auf sich hat. So hat Beethoven Schillers "Ode an die Freude" bereits in Bonn kennengelernt und hier die Absicht geäußert, das Gedicht zu vertonen. Und mit Ferdinand Ries war 1817 bzw. 1822 ein Bonner der Auftraggeber für die 9. Sinfonie, denn er wwar damals Direktor der London Philharmonic Society. Am 29. April 2024 um 18 Uhr findet die Buchvorstellung mit einer Signierstunde im Shop des Beethoven-Hauses Bonn, Bonngasse 21, 53111 Bonn statt.

Beethoven-Motive sollten an der Brüdergasse

beim Umbau der Unterführung zur Oper und der dorthin führenden Rampe als Graffiti angebracht werden. Das haben die BÜRGER FÜR BEETHOVEN der Bonner Oberbürgermeisterin vorgeschlagen. An der Brüdergasse steht die ehemalige Minoriten-Kirche - heute St. Remigius -, wo sich der der Taufstein Beethvoens befindet. Ganz in der Nähe stand in der Rheingasse 24 das Haus des Bäckermeisters Fischer, in dem der heranwachsende Ludwig die meiste Zeit seiner fast 22 Bonner Jahre gewohnt hat. Der Vorsitzende des Beethoven-Vereines Stephan Eisel sagte dazu: "Da drängt sich die Gestaltung mit Beethoven-Motiven eigentlich auf.“ Das gelte umso mehr als das bisherige Beethoven-Graffito von Eugen Schramm eines der meistfotografierten Bildhintergründe für Selfies und Gruppenfotos in Bonn geworden sei.

Am 6. Mai um 18 Uhr zeigen die Bürger für Beethoven

im Bonner Beethoven-Haus anläßlich des 200. Jubiläums der Uraufführung von Beethvens 9. Sinfonie einen besonderen Film: FOLLOWING THE NINTH befasst sich als Dokumentarfilm in englischer Sprache mit den Wirkungen von Beethovens Neunter vom Platz des himmlischen Friedens in peking bis zum Fall der Berliner Mauer. Es schließt sich eine Gesprächsrunde mit Regisseur Kerry Candaele an.

Zur Kurz kommt Beethoven in den Eckpunkten

für eine Zusatzvereinbarung zum Berlin/Bonn-Gesetz, die im April 2024 vom Bund, den Ländern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz und der Bundesstadt Bonn und den Landkreisen Rhein-Sieg, Ahrweiler, und Neuwied vorgestellt wurden. Der Vorsitzende der BÜRGER FÜR BEETHOVEN Stephan Eisel sagte dazu: „Die Ausführungen zur Beethovenstadt Bonn sind sehr enttäuschend und bleiben weit hinter den Erwartungen zurück. Auf eine längere Beschreibung des status quo folgen völlig unverbindliche Prüfungszusagen und eine Aneinanderreihung von Konjunktiven wie „würde“ und „könnte“ ohne fassbare Konkretisierungen. Dagegen sind bei anderen Themenfeldern in den Eckpunkten konkrete Zusagen zu finden. Das wird Bonns nationaler Rolle als Beethovenstadt nicht gerecht.“