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Das Beueler Bestattungshaus Hebenstreit & Kentrup hat den

09. Oktober 2012
Schaufensterwettbewerb 2012 der BÜRGER FÜR BEETHOVEN gewonnen. Die Preise wurden im Gobelinsaal des Alten Rathauses überrreicht. Die stv. Vorsitzende und Leiterin der Projektgruppe für den Wettbewerb Maria-Thersia van Schewick dankte den über 90 Teilnehmern. Manfred Jung mahnte erneut die zügige Verwirklichung des Beethoven-Festspielhauses an, um das Niveau des Beethoivenfestes halten zu können.
Das Sieger-Schaufenster des Beueler Bestattungshauses Hebenstreit & Kentrup

Manfred Jung, Rede zur Preisverleihung „Schaufensterwettbewerb“ der Bürger für Beethoven (7.10.2012)

Im Namen des Vorstandes der Bürger für Beethoven begrüße ich alle Anwesenden sehr herzlich zur Preisverleihung im Rahmen unseres 12. Schaufensterwettbewerbs. Und ich danke allen, die unsere Aktion „Beethoven Schaufenster“ in diesem Jahre so tatkräftig unterstützt haben, vor allem den Teilnehmern am Wettbewerb, aber auch denjenigen Kaufleuten, die sich ohne  Wettbewerbsbeteiligung für „unseren Ludwig und sein Festival“ engagiert haben. 

Ich danke dem Oberbürgermeister und der Verwaltung, dass sie uns wieder in die gute Stube der Stadt - den Gobelinsaal des Alten Rathauses - eingeladen haben. Ich danke den Stiftern der zahlreichen Preise – insbes. den Bezirksbürgermeisterinnen und Bezirksbürgermeistern, dem Beethovenfest, dem Beethoven Orchester, der Deutschen Post DHL dafür, dass wir heute viele kreative Entwürfe und außerordentlich gelungene Schaufenster prämieren können. Viele Bonner und Bonn-Besucher haben – wie ich häufig beobachten konnte – an manchem Schaufenster innegehalten und nicht nur die branchenüblichen Auslagen sondern auch die Beethoven-Accessoires mit großem Interesse betrachtet. Ich danke vor allem auch unserem Schaufensterwettbewerbsteam unter der Leitung unserer Stellvertretenden Vorsitzenden Maria-Theresia van Schewick und der Jury unter der Leitung von Bernhard Schmitz dafür, das sie keine Mühe gescheut haben, um die Bonner davon zu überzeugen, dass der Einsatz für „unseren Ludwig und sein Festival“ eine bürgerschaftliche Herausforderung ist. Maria-Theresia von Schewick wird uns gleich – wie in den Vorjahren - nicht nur die Preisträger sondern auch die Mitglieder des Werbeteams und der Jury vorstellen und eine erste Gesamtbilanz des diesjährigen Wettbewerbs ziehen. 

Engagement für Ludwig van Beethoven und seine Stadt, vor allem aber Engagement für das Beethovenfest lohnt sich. Heute endet ein Festival, das wiederum zig-Tausende Menschen einen Monat lang in seinen Bann und in unsere Stadt gezogen hat. – Das ein in seiner Vielfalt und  Exzellenz noch anspruchvolleres Programm als in den Vorjahren präsentiert hat. Glanzvolle Highlights wie die Auftritte der Orchester aus Birmingham, London, München, Bremen, Caracas – und nicht zu vergessen unseres Beethoven Orchesters. Zwei höchst bemerkenswerte Beethoven-Zyklen von Andras Schiff und dem Borodin-Quartett. Dazu die unvergessliche Cage-Nacht. Es würde zu weit führen, hier alle hervorstechenden Ereignisse aufzuführen. Aber – weil es die Bewunderung gebietet – sprechen wir auch an dieser Stelle Ilona Schmiel und ihrem Team unseren allerherzlichsten Dank aus. 

Dieses hohe künstlerische Niveau können wir nur halten, vielleicht sogar übertreffen,  wenn es uns gelingt, das Jubiläum 2020 in einem neuen, anspruchsvollen Konzerthaus zu feiern. Und das mit vereinten Kräften! Lassen Sie mich dazu drei Feststellungen treffen: 

Der Rat der Stadt Bonn hat sich in seiner Sitzung am 4. September mit großer Mehrheit für den Bau des Festspielhauses entschieden.

Damit hat er zugleich zugesagt, dass die Stadt

  • das gewünschte Grundstück zur Verfügung stellt,
  • die Bauherren beim Baugenehmigungsverfahren unterstützt,
  • die Umfeldgestaltung vornimmt und
  • einen angemessenen Beitrag für den Betrieb des Hauses leistet.

            Der Ratsbeschluss besagt aber auch, dass die Stadt sich nicht an den Baukosten   beteiligt. Damit ist ebenso klar, dass die Errichtung des Hauses in die Verantwortung   der unternehmerischen Initiative der Deutschen Post DHL  und des bürgerschaftlichen Engagements der Bonner sowie der Beethoven-Fans in der Region, in Deutschland, ja in aller Welt fällt. Was freilich die Verwaltung nicht von der Verpflichtung entbindet, zügig zu handeln, damit aus dem Festspielhaus ein „Geburtstaggeschenk“ wird.

In den letzten Monaten haben sich hierfür verschiedene Initiativen stark gemacht:

  • die Aktion „5000x5000 für Beethoven“ des IHK-Präsidenten Wolfgang Grießl
  • die Bürger für Beethoven mit ihrem „Beethovengroschen“
  • der LudwigsChor des BOB mit seiner CD „Bönnsche Leeder“
  • GALERIA Kaufhof Bonn mit seiner Payback-Schenkaktion
  • die Beethoven-Botschafter mit ihrer „Beethoven-Perle“,
  • und es besteht die begründete Hoffnung, dass sich in Kürze auch die DEHOGA mit ihrem „Beethoventaler“ anschließen wird.

Diese Vielfalt der Initiativen ist durchaus begrüßenswert, weil sie den Einsatz unterschiedlicher Kreise und breiter Schichten der Bevölkerung dokumentiert.  

Ich will nicht verschweigen, dass es auch Stimmen gibt, die befürchten, das bürgerschaftliche Engagement verlaufe unkoordiniert. Dieser subjektive Eindruck ist nicht von der Hand zu weisen, aber objektiv nicht zutreffend. Deshalb werden die Bürger für Beethoven sich in den nächsten Wochen mit aller Entschiedenheit dafür einsetzen, dass alle diese und weitere Initiativen – bei Wahrung ihrer Selbständigkeit – Absprachen treffen, um Kräfte zu bündeln. Die öffentliche Wirksamkeit und der Ertrag aller Bemühungen müssen gesteigert werden. 

Meine Damen und Herren! In den letzten Wochen und Monaten haben mit Bonn verbundene Bundespolitiker – Bundestagspräsident Norbert Lammert, Bundesaußenminister Guido Westerwelle und der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück – die Bonner gemahnt, die historische Chance der Errichtung eines neuen Konzerthauses nicht zu vertun und die dafür zur Verfügung stehenden Mittel nicht verfallen zu lassen. - Lassen Sie mich deren Mahnungen in einem Diktum zusammenfassen: Wer dieses Projekt verhindert, schadet dem Ansehen der Beethovenstadt Bonn und ihrer kulturellen und wirtschaftlichen Zukunft.

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