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Die Deutsche Bahn hat ihre Zusage, einen ICE nach Beethoven

21. März 2018
zu benennen, zurückgezogen. Man habe sich entschlossen, Züge jetzt doch nicht nach Personen zu benennen, da einige Namensvorschläge zu Kontroversen geführt hätten. Vorstandsmitglied Arnulf Marquardt-Kuron forderte für die BÜRGER FÜR BEETHOVEN den Vorstand der Bahn auf, den Rückzieher vor allem im Blick auf Beethoven zu überdenken.
Die Deutsche Bahn hat ihre Zusage, einen ICE nach Beethoven

 

 

ICE-Benennung nach Beethoven
nicht aufgeben

BÜRGER FÜR BEETHOVEN bitten Deutsche Bahn, ihren Rückzieher zu überdenken

Auf die Mitteilung der Deutschen Bahn, man werde neue ICE-Züge jetzt doch nicht nach Personen benennen und ziehe damit auch die bereits zugesagte Benennung eines ICE nach Ludwig van Beethoven zurück, reagierten die BÜRGER FÜR BEETHOVEN mit Unverständnis. Vorstandsmitglied Arnulf Marquardt-Kuron sagte dazu: „Auch wenn die Bahn ihr neues Konzept der ICE-Bennenung jetzt nicht mehr umsetzen will, bleibt Beethoven nicht nur im Blick auf das Jubiläumsjahr 2020 ein besonderer Fall. Wir haben die Bahn deshalb gebeten, ihre Absage zu überdenken.“ 

Nachdem es wegen der Rolle der Bahn im Nationalsozialismus zu einer kontroversen Debatte um die Bennung eines Zuges nach Anne Franck gekommen war, hat die Bahn ihr bereits beschlossenes Konzept wieder verworfen, die neuen ICEs nicht mehr nach Städten, sondern nach historischen Persönlichkeiten zu benennen. Davor war durch eine Publikumsabstimmung und eine Jury entschieden worden, einen der nächsten ICE-Züge nach Beethoven zu benennen. Dafür hatten sich auch die BÜRGER FÜR BEETHOVEN nachdrücklich eingesetzt. Die Bahn teilte jetzt in einem Brief an den Verein mit, man werde dies nicht umsetzen. Dem widerspricht  Vorstandsmitglied Arnulf Marquardt-Kuron in einem Antwortbrief an die Bahn: „Beethoven spielt im Vergleich mit den anderen für ICE-Vorschläge genannten Persönlichkeiten in einer eigenen Liga.“ Das solle die Bahn berücksichtigen, auch wenn sie weitere Personennamen nicht verwenden wolle.

So sei Beethovens Schlußsatz der Neunten Sinfonie von der Europäischen Union zu ihrer Hymne erhoben worden und der Bund habe die Beethoven-Pflege zur nationalen Aufgabe erklärt: „Es wäre umso erstaunlicher, wenn es gerade in Deutschland keinen bedeutenden Zug gäbe, der den Namen des berühmtesten und weltweit meistgespielten Komponisten tragen würde, zumal gleichzeitig im Ausland schon seit einigen Jahren Lokomotiven mit dem Namen Beethoven fahren.“  In Großbritannien trage die Class 92-Lokomotive 92003 der größten britischen Güterbahn den Namen "Beethoven". Sie befinde sich im Eigentum der DB Cargo UK, gehört also sogar zum DB-Konzern. In Österreich habe die Salzburger EisenbahnTransportLogistik GmbH (SETG) ihren zehnten Vectron der Baureihe 193 zu Ehren von Ludwig van Beethoven und der von ihm komponierten Europa-Hymne „Ode an die Freude“ gestaltet. Diese „Europa-Lok“ - mit Darstellungen von Beethoven und dem Bonner Rathaus sowie einer Europa-Karte - ist in Ungarn, der Slowakei, in Tschechien, Österreich, Slowenien und in Deutschland im Einsatz.

Die BÜRGER FÜR BEETHOVEN sind der Meinung, dass es kein gutes Licht auf die Deutsche Bahn wirft, wenn ausgerechnet im Geburtsland des Komponisten auf ein solches Symbol verzichtet werde. Schließlich habe man auch für Martin Luther wegen des Reformationsjubiläums eine Ausnahme gemacht und einen ICE nach ihm benannt.

 

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