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Dass Bonn ab 2021 die Mittel zur Beethovenpflege um 30 Prozent

kürzen will, stösst auf den entschiedenen der BÜRGER FÜR BEETHOVEN.  Der Vorsitzende Stephan Eisel sagte dazu: "Wer in der Verwaltung die Profilierung Bonns zur Beethovenstadt zur Disposition stellt, bevor sie überhaupt begonnen hat, hat überhaupt nichts begriffen. Wer soll uns denn noch ernst nehmen, wenn wir nach der Blamage durch die kommunalpolitische Ablehnung des privat finanzierten Festspielhauses man in der Verwaltung das Ende des Beethoven-Jubiläums garnicht abwarten kann, um Beethoven wieder an den Katzentisch zu verbannen."
Dass Bonn ab 2021 die Mittel zur Beethovenpflege um 30 Prozent

BÜRGER FÜR BEETHOVEN warnen Stadt vor Beethoven-Kürzungen
"Beethoven nicht wieder an den Katzentisch verbannen"

Als "kurzsichtig und fahrlässig" haben die BÜRGER FÜR BEETHOVEN ein jetzt bekannt gewordenes vertrauliches Papier der Kulturverwaltung und der Stadtkämmerin bezeichnet, das die städtischen Mittel der Beethovenpflege ab 2021 massiv einschränken will. Der Vorsitzende Stephan Eisel sagte dazu: "Wer in der Verwaltung die Profilierung Bonns zur Beethovenstadt zur Disposition stellt, bevor sie überhaupt begonnen hat, hat überhaupt nichts begriffen. Man denkt unwillkürlich daran, wie Rat und Verwaltung durch die Streichung der Zuschüsse vor 25 Jahren das Beethovenfest de facto beerdigt und das Thema Beethoven in Bonn vor die Wand gefahren haben. Genauso wie damals werden wir uns das nicht gefallen lassen." Die städischen Streichungen hatten 1993 zu massivem Widerstand aus der Bürgerschaft, einem bürgerschaftlichen "Beethoven-Marathon" und zur Gründung der BÜRGER FÜR BEETHOVEN geführt, die heute mit über 1600 Mitgliedern der größte ehrenamtlich geführte Verein in Bonn sind. Unter dem Druck der Bürgerschaft hatte der Rat damals die Kürzungen zurück genommen.

Aus der Verwaltung war am Wochenende bekannt geworden, dass direkt nach dem Beethoven-Jubiläum die Mittel für die Beethovenpflege um 30 Prozent von 2,3 Mio auf 1,5 Mio Euro gekürzt werden sollen. Davon wäre besonders das Beethovenfest betroffen, das ein Viertel des zuletzt gezahlten städtischen Zuschusses verlieren würde (Kürzung von 1,6 Mio auf 1,2 Mio Euro). Auch beim Beethoven-Haus sollen städtische Mittel nicht genehmigt werden, die Voraussetzung für Zusatzmittel von Land und Bund sind.

"Mit solchen kurzsichtigen Aktionen schneidet sich die Stadt ins eigene Fleisch", sagte Eisel: "Wer soll uns denn noch ernst nehmen, wenn wir nach der Blamage durch die kommunalpolitische Ablehnung des privat finanzierten Festspielhauses jetzt den Eindruck erwecken, dass man das Ende des Beethoven-Jubiläums garnicht abwarten kann, um Beethoven wieder an den Katzentisch zu verbannen." Man erwarte vom Oberbürgermeister die Klarstellung, dass es bei der Profilierung Bonns zur Beethovenstadt auch nach 2020 keine Abstriche geben werde.

Insgesamt gebe die Stadt nur 0,1 Prozent ihrer Gesamtausgaben für die Beethovenpflege aus, obwohl es sich bei Beethoven als Alleinstellungsmerkmal um eine zentrale auch wirtschaftliche Zukunftsinvestition für Bonn handele. Es sei auch nicht glaubwürdig, von mangelnden Haushaltsmitteln zu sprechen und  gleichzeitig über 90 Mio Euro für die Sanierung der maroden Beethovenhalle zum Fenster hinauszuwerfen. 

Insgesamt halten die BÜRGER FÜR BEETHOVEN nichts davon, die Haushaltskonsolidierung ausgerechnet auf dem Rücken der freien Kulturszene auszutragen. "Da wird fahrlässig bürgerschaftliches Engagement regelrecht bestraft. Das ist kurzsichtig, denn ohne den Einsatz der Bürger, lässt sich die Zukunft der Stadt nicht gestalten." 

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