Mit der Gründung der "Beethoven Jubiläums GmbH"

02. Juli 2016
durch Bund, Land NRW, Stadt Bonn und den Rhein-Sieg-Kreis wird eine langjährige Forderung der BÜRGER FÜR BEETHOVEN erfüllt. Schon 2014 hat der Verein nach einer Analyse des Mozartjahres eine solche übergreifende Organisationsstruktur für Beethoven 2020 vorgeschlagen. der Vorsitzende Stephan Eisel sagte dazu: "Jetzt gilt es diese Organisations- und Koordinationsplattform als Chance für gemeinsames Handeln zu nutzen. Nach unseren Vorstellungen muss die gefundene Organisationshülle jetzt nmit Inhalten gefüllt werden, die einen Leuchtturm-Charakter haben und zugleich nachhaltige Strukturen schaffen."
Mit der Gründung der "Beethoven Jubiläums GmbH"

 

Den folgenden Text können Sie hier ausdrucken.

 

Bürger für Beethoven begrüssen grünes Licht für „Beethoven-Jubiläums-GmbH“ 

„Zur wichtigen Organisationshülle müssen jetzt die schlüssigen Konzepte kommen“ 

Der vom Verein BÜRGER FÜR BEETHOVEN seit langem geforderten übergreifenden Projektgesellschaft zum Beethovenjahr 2020 steht nichts mehr im Wege. Sowohl der Bonner Stadtrat als auch der Kreistag des Rhein-Sieg-Kreises haben in dieser Woche die notwendigen Beschlüsse für eine „Beethoven Jubiläums GmbH“ gefasst. Die Zustimmung des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen liegt schon seit einiger Zeit vor. Der Vorsitzende der BÜRGER FÜR BEETHOVEN Stephan Eisel lobte die Beschlüsse als entscheidenden Schritt für den Erfolg des Beethoven-Jubiläums: "Dass sich Bund, Land, Bonn und Rhein-Sieg-Kreis in einer Struktur zusammenfinden, zeigt die besondere Bedeutung von Beethoven 2020. Jetzt gilt es diese Organisations- und Koordinationsplattform als Chance für gemeinsames Handeln zu nutzen.“ 

Die BÜRGER FÜR BEETHOVEN hatten bereits 2014 dafür plädiert, für das Beethoven-Jubiläum eine eigene Projektgesellschaft zu gründen, die unterschiedliche staatlicher Ebenen und nichtstaatlicher Akteure zusammenführt. Grundlage war eine Analyse der Organisationsstrukturen des erfolgreichen Mozartjahres 2006. Eisel lobte den Bund, der auf diesem Weg eine treibende Kraft sei seit das Beethoven-Jubiläum 2013 als nationale Aufgabe in der Koalitionsvereinbarung verankert worden ist: „Kulturstaatsministerin Monika Grütters setzt das jetzt konsequent um und das verdient jede Anerkennung.“ Dass der neue Bonner Oberbürgermeister Ashok Sridharan gleich nach seiner Wahl Beethoven zur Chefsache gemacht habe und dabei in Landrat Sebastian Schuster einen verlässlichen Partner habe, habe endlich auch für die notwendige Dynamik auf regionaler Ebene gesorgt. 

Der Haushaltsauschuss des Bundestages hatte bereits im November 2015 beschlossen, bei Vorlage eines Konzepts für ein „gebührendes Beethoven-Jubiläum in Bonn“ im Haushalt 2017 „erste Haushaltsmittel einzustellen“. Von der Landesregierung gibt es zwar mündliche Absichtserklärungen, aber noch keine Beschlüsse. Eisel unterstützte dazu den einstimmigen Kreistagsbeschluss, der an das Land die Erwartung richtet, „dass es sich in einer der Bedeutung des Anlasses und der Relation zum Engagement der Bundesrepublik Deutschland sowie der Region in angemessener Weise durch inhaltliche und finanzielle Beiträge einbringt.“ 

Die gefundene Organisationshülle der „Beethoven Jubiläums GmbH“ muss jetzt nach Vorstellungen der BÜRGER FÜR BEETHOVEN mit Inhalten gefüllt werden, die „einen Leuchtturm-Charakter haben und zugleich nachhaltige Strukturen schaffen" sollten. Als Beispiele nannte Eisel den von dem Verein schon seit längerem geforderten nationalen bzw. europäischen Beethovenpreis, einen an Nachwuchsförderung orientierten Beethoven-Campus und die Einrichtung eines prominenten und modernen Beethoven-Rundgangs: „Die Orte, an denen Beethoven in Bonn und der Region gelebt und gearbeitet hat, sind das Alleinstellungsmerkmal, das uns keiner nehmen kann. Wir müssen aber mit dieses Potential viel besser und professioneller nutzen.“ Deshalb sei es der richtige Weg, dass Landrat Schuster ausdrücklich angekündigt habe, auch „die authentischen Beethovenorte im Rhein-Sieg-Kreis wieder lebendig zu machen und zu bespielen.“

250. Geburtstag Beethovens

250. Geburtstag Beethovens

Termine

Mi 30.0819:30 Uhr Vorstand
(nur auf Einladung)
Rheinhotel Dreesen
Di 05.0919:00 Uhr Eröffnung der Ausstellung "Beethoven - Visuelle Biografien" von Karl Körner Haus der Bildung, Mühlheimer Platz 1, Bonn
Mi 06.09 - Mi 04.10 Ausstellung "Beethoven - Visuelle Biografien" von Karl Körner Haus der Bildung, Mühlheimer Platz 1, Bonn
Fr 08.09 - So 01.10 Beethoven-Fest Bonn Diverse
Mo 25.0919:30 Uhr Vorstand
(nur auf Einladung)
Rheinhotel Dreesen
Sa 07.1011:00 Uhr Beethoven Bonnensis Tag mit Beethoven Bonnensis Wettbewerb
(1. Runde)
Rheinisches Landesmuseum, Colmantstr. 14- 16, Bonn

Frühere Artikel

08. Mrz 2017

Mit dem Gesprächskonzert „Wahre Kunst bleibt unvergänglich“

am 26. März um 20 Uhr erinnern die BÜRGER FÜR BEETHOVEN im Beethoven-Haus Bonn an die doppelte Bedeutung des Datums für Beethoven: 1778 fiel auf dieses Datum sein erster öffentlicher Auftritt und 1827 war es sein Todestag. Lesen Sie mehr…
05. Mrz 2017

Bundespräsident besuchte den Standort von Beethovens Taufkirche

am Remigiusplatz als er am 7. März seinen Abschiedsbesuch in Bonn machte. Der Vorsitzende der BÜRGER FÜR BEETHOVEN Stephan Eisel sagte dazu: „Dass der Bundespräsident auf Vorschlag von Oberbürgermeister Ashok Sridharan jetzt dort Station machte, zeigt, was bürgerschaftliches Engagement bewirken kann: Vor einem Jahr war noch völlig vergessen worden, wo Beethoven getauft worden ist, jetzt sind sich alle einig, dass hier eine wichtige Station im notwendigen Beethoven-Rundgang sein muss.“  Lesen Sie mehr…
02. Mrz 2017

Eine Lokomotive mit dem "Bonner Beethoven" setzt die

österreichische Logistikfirma SETG im europäischen Güterverkehr ein. Zu sehen ist nicht nur das Beethoven-Portrait, sondern auch das Bonner Rathaus und der Marktplatz. Die BÜRGER FÜR BEETHOVEN bedankten sich dafür bei dem Salzburger Unternehmen und regten zugleich in einem Schreiben an die Deutsche Bahn an, beispielsweise einen ICE nach Beethoven zu benennen. Lesen Sie mehr…
20. Feb 2017

Ein moderner Beethoven-Rundgang ist längst überfällig,

wenn sich Bonn als Beethovenstadt profilieren will. Dazu haben die BÜRGER FÜR BEETHOVEN ein Konzept vorgestellt. Der Vereinsvorsitzende Stephan Eisel sagte dazu: „Es kann nicht bei den kleinen Informationstafeln bleiben, die keinem Besucher auffallen. Ein Rundgang, den man in der Beethovenstadt suchen muss, ist der Bedeutung Beethovens nicht angemessen und verspielt die Chance, aller Welt deutlich zu machen, dass Beethoven nicht nur in Bonn geboren ist, sondern hier 22 Jahre gelebt und gearbeitet hat – länger als Mozart in Salzburg.“ In einer Broschüre nennen die BÜRGER FÜR BEETHOVEN als gelungenes Rundgang-Beispiel den 2014 zum 1.200 Todestag mit erheblicher Unterstützung des Bundes in Aachen eingerichteten Rundgang zu Karl dem Großen. Anziehungspunkte an den historischen Orten sind dort sog. „Chronoskope“. Das sind multimediale Informationselemente, die als ca. 2,50 hohe Stelen im Außenraum mit Bilder und animierte Darstellungen die Geschichte lebendig machen. Lesen Sie mehr…
19. Feb 2017

Zu einer Konzertreise nach Zürich sind die BÜRGER FÜR BEETHOVEN

im Februar aufgebrochen. Unter der Leitung der beiden stellvertretenden Vorsitzenden Marlies Schmidtmann und Annette Schwolen-Flümann besuchten sie dort auch die ehemalige Intendantin des Bonner Beethovenfestes Ilona Schmiel. Lesen Sie mehr…
07. Feb 2017

Einen Brief vom 15. August 1845, der die Ereignisse des ersten

Beethovenfestes beschreibt, konnten die BÜRGER FÜR BEETHOVEN dem Beethoven-Haus übergeben. Autorin ist Marie Ophoven, die auch der Enthüllung des Beethoven-Denkmals am 12. August 1845 teilgenommen hat. Der außergewöhnliche Zeitzeugenbericht war im Familienbesitz erhalten geblieben. Die detaillierte Schilderung beginnt mit dem Satz: „Einen solchen Zusammen­fluss von Künst­lern, als dieses Fest herbeiführte hatte ich nie gesehen und werde ihn auch wohl nicht mehr so zu sehn bekom­men.“  Lesen Sie mehr…
02. Feb 2017

Dass Beethoven in Bonn Mozarts Don Giovanni kennenlernte

ist am 21. April um 19 Uhr Thema der internationalen Musiktheater-Akademie. Unter der Leitung von Sibylle Wagner wird Mozarts Meisterwerk in deutscher Sprache aufgeführt, wie sie Ludwig van Beethoven als Orchestermusiker erlebt hat. Beethoven besaß auch den Erstdruck der Partitur aus dem Jahr 1801 und sie diente ihm als Lehrmaterial für seine Oper Fidelio. Außerdem komponierte er zahlreiche Variatiationen über Themen der Mozart-Oper. Die Aufführung findet im LVR-Landesmuseum (Colmantstraße 14-16, 53115 Bonn) statt. Lesen Sie mehr…
27. Jan 2017

In einer neuen Broschüre werden die Ergebnisse

der Bürgerwerkstatt "Bonn als erlebbare Beethvoenstadt gestalten", die die BÜRGER FÜR BEETHOVEN im Dezember 2016 in Kooperation mit der Sparkasse KölnBonn durchgeführt haben. Der Vorsitzende des Vereins Stephan Eisel sagte dazu: „Wer heute nach Bonn kommt, merkt garnicht, dass der bekannteste Komponist der Welt hier 22 Jahre gelebt und gearbeitet hat. Das muss sich ändern.“  Lesen Sie mehr…
23. Jan 2017

Besonders spannend war der 43. Beethoventreff

mit dem künftigen Generalmusikdirektor des Beethoven Orchester Bonn Dirk Kaftan und dem künstlerische Geschäftsführer von BTHVN2020 Christian Lorenz im vollbesetzten Gasthaus Im Stiefel. Lesen Sie mehr…
22. Jan 2017

Die erste Beethoven-Briefmarke setzte Adenauer am 28. Januar 1959

im Bundeskabinett durch. Postminister Stücklen hat den wie Adenauer sagte "größten deutschen Komponisten" in seiner Liste für Musiker-Sonderbriefmarken vergessen. Nach der Intervention Adenauers erschien 1959 die erste Beethoven-Marke. Mit 282 Mio Exemplaren  am erfolgreichste war die 70-Pfennig-Marke von 1961. Die DDR brachte dann 1970 noch einmal eine Beethoven-Briefmarke zum 200. Geburtstag des Komponisten heraus, die aber seit 2002 nicht mehr gültig ist. Seitdem ist keine neue Beethoven-Briefmarke mehr erschienen. Lesen Sie mehr…