"Der Kurs stimmt, das Ziel ist noch nicht erreicht" so fassen die

27. Dezember 2016
BÜRGER FÜR BEETHOVEN ihre Bilanz des Beethovenjahres 2016 zusammen. Vor allem sei mit der Gründung der Beethoven-JubiläumsGmBH durch Bund, Land, Stadt Bonn und den Rhein-Sieg-Kreis ein wichtiges Fundament gelegt worden. Jetzt komme es darauf an, durch nachhaltige Strukturen Bonn als Beethovenstadt erlebbarer zu machen. Der Vereinsvorsitzende Stephan Eisel erinnerte daran, dass Beethoven mit 22 Jahre länger in der Region gelebt und gearbeitet habe als Mozart in Salzburg oder Wagner in Bayreuth: "Wer heute nach Bonn kommt, merkt davon nkaum etwas. Das muss sich ändern."
"Der Kurs stimmt, das Ziel ist noch nicht erreicht" so fassen die

 

Den folgenden Text können Sie hier ausdrucken.

 

Pressespiegel zu den Aktivitäten der BÜRGER FÜR BEETHOVEN finden Sie hier.

 

Beethovenjahr 2016:
„Kurs stimmt, Ziel noch nicht erreicht“

Bonn muss als Beethovenstadt erlebbarer werden

Mitglieder-Rekord bei Beethoven-Bürgern 

Für das Beethoven-Jubiläum sei 2016 ein solides organisatorisches Fundament gelegt worden, jetzt gehe es um attraktive Inhalte und die nachhaltige Profilierung Bonns als Beethovenstadt. So bewerten die BÜRGER FÜR BEETHOVEN das vergangene Beethoven­jahr. Der Vorsitzende Stephan Eisel sagte dazu: „Vor allem gelang nach langem Anlauf endlich der Dreisprung bei der Beethoven-Jubiläums-GmbH: die Gründung, die erfreulich gute finanzielle Ausstattung durch den Bund und die Bestellung eines profilierten künstlerischen Geschäftsführers. Voraussetzung dafür war vor allem, dass Oberbürgermeister Ashok Sridharan das Thema zur Chefsache gemacht hat und damit für neue Dynamik sorgte.“ Allerdings müsse jetzt auch das Land müsse endlich konkrete finanzielle Zusagen für die Jubiläums-GmbH machen. 

Die wichtigste Zukunftsaufgabe besteht nach Auffassung der Beethoven-Vereins darin, Bonn als Beethoven­stadt auch im Stadtbild erlebbarer zu machen. Dafür brauche man vor allem eine moderne Präsentation der authenti­schen Beethoven-Orte als des eigentlichen Alleinstellungsmerkmals: „2016 ist es uns gelungen, alle wesentlichen Akteuere davon zu überzeugen. Jetzt darf die konkrete Um­setzung nicht im Kleinklein untergehen, sondern muss mit Schwung angegangen wird.“ Wer heute nach Bonn komme, merke nicht, dass Beethoven hier 22 Jahre gelebt und gearbeitet hat - länger als Mozart in Salzburg oder Wien und Wagner in Bayreuth: „Das muß sich ändern.“ 

Dafür müsse man auch die Kenntnis zu Beethoven in Bonn und der Region verbessern. „Die wichtigsten Botschafter der Beethoven-Region sind die Menschen, die hier leben.“ Dass 2016 erst durch die BÜRGER FÜR BEETHOVEN wieder bekannt gemacht wurde, wo Beethovens Taufkirche stand, zeige die Größe der Aufgabe. Eisel kündigte an, dass der Verein für 2017 weitere Aktionen dieser Art plane. Dazu gehören eine besondere Veranstaltung zum Todestag am 26. März, der zugleich der Tag des ersten öffentli­chen Auftritts des jungen Beethoven 1778 war, ein Musikerfrühstück zur Erinnerung an die Begegnung von Haydn und Beethoven 1792 und die Veranstaltung zum Jah­restag der Enthüllung des Beethoven-Denkmals am 12. August: „Bonn wird seine Identität als Beethoven­stadt nur finden können, wenn dies nicht ein Thema von Experten bleibt, sondern in der Bürgerschaft veran­kert und von ihr getragen wird.“ 

Eine gute Voraussetzung für die weitere Entwicklung sehen die BÜRGER FÜR BEETHOVEN darin, dass mit Dirk Kaftan als neuer Generalmusikdirektor des Beethoven Orchester Bonn und Christian Lorenz als künst­lerische Geschäftsführer der Beethoven-JubiläumsGmbH zwei „profilierte Persönlichkeiten mit ihren Erfahrungen von außen nach Bonn kommen. Davon versprechen wir uns neu­en Schwung.“ 

Eine Zukunftshypothek bleibe allerdings, das 2015 durch kommu­nalpolitische Kurzsichtigkeit verursachte Ende des Beethoven-Festspielhaus als „Desaster mit langhalten­den Folgewirkungen“. Die Re­novierung der Beethovenhalle sprenge mit Kosten von über 60 Mio Euro jeden vernünftigen fi­nanziellen Rahmen und bringe keine Verbesserung der Akustik: „Die denkmalgerechte Sanierung einer Mehrzweckhalle hilft uns als Beethovenstadt nicht weiter. Ein angemessener Konzertsaal bleibt deshalb auf der Tagesordnung.“ 

Einen neuen Rekord können die BÜRGER FÜR BEETHOVEN bei der Mitgliederzahl verzeichnen. Nach über einhundert Neueintritten im abgelaufenen Jahr bleibt der Verein mit 1525 Mitglieder der größte ehrenamtlich geführte Verein in Bonn und der Region.

RSS

250. Geburtstag Beethovens

250. Geburtstag Beethovens

Termine

Di 13.0619:30 Uhr Vorstand
(nur auf Einladung)
Rheinhotel Dreesen
So 09.0719:00 Uhr 46. Beethoven-Treff Im Stiefel, Bonngasse 30
Do 13.0719:30 Uhr Vorstand
(nur auf Einladung)
Rheinhotel Dreesen
So 16.0711:00 Uhr Musikerfrühstück: Haydn trifft Beethoven Godesberger Redoute (Eintritt 40 Euro)
Mi 30.0819:30 Uhr Vorstand
(nur auf Einladung)
Rheinhotel Dreesen
Mo 25.0919:30 Uhr Vorstand
(nur auf Einladung)
Rheinhotel Dreesen

Frühere Artikel

15. Dez 2016

Bei der "2. Bürgerwerkstatt Beethoven 2020" wurden

Anfang Dezember 2016 Ideen gesammelt, wie bonn als Beethovenstadt sichtbar und erlebbar gemacht werden kann. Die BÜRGER FÜR BEETHOVEN hatten dazu in Kooperation mit der Sparkasse KölnBonn eingeladen. U. a. präsentierte die Bonner Kulturmarketingagentur projekt2508 ein Ideenkonzept, wie Bürger und Besucher sollen Beethoven im Stadtraum erleben und emotional erfahren können. Lesen Sie mehr…
21. Nov 2016

Veronica Wehling wurde als Beisitzerin in den Vorstand der

BÜRGER FÜR BEETHOVEN nachgewählt. Sie ist Geigerin Beethoven Orchester Bonn. Bei der entsprechenden Mitgliederversammlung am 17. November 2016 lobte Oberbürgermeister Ashok Sridharan das Engagement des Vereins und unterstützte ausdrücklich den Vorschlag eines angemessenen Beethoven-Rundgangs. Lesen Sie mehr…
18. Nov 2016

"Mythos Beethoven" heisst eine neue Reihe, die 3 SAT

vom 3.- 17. Dezember ausstrahlt. Es geht in sechs Folgen um  Beethoven den Revolutionär ("Wahre Kunst ist eigensinnig und lässt sich nicht in schmeichelnde Formen zwingen."), den Verliebten ("Wie du mich auch liebst - stärker lieb ich dich doch."), den Virtuosen ("Dem Manne muss die Musik Feuer aus dem Geist schlagen."), den Kranken ("Ich will dem Schicksal in den Rachen greifen, ganz niederbeugen soll es mich gewiss nicht.") , den Unternehmer ("Alle Noten bringen mich nicht aus den Nöthen.") und den Unsterblichen ("Im Himmel werde ich hören."). Lesen Sie mehr…
11. Nov 2016

Der Bund stellt 27 Mio Euro für das Beethoven-Jubiläum 2020

bereit. So hat es der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages beschlossen. Die in Bonn angesiedelte Beethoven-Jubiläums GmbH erhält aus dem Topf 15 Mio Euro. Der Vorsitzende der BÜRGER FÜR BEETHOVEN Stephan Eisel begrüßte die Entscheidung und forderte das Land NRW auf, jetzt ebenfalls konkrete Zahlen vorzulegen. Lesen Sie mehr…
25. Okt 2016

Bonner Bürgern liegt Beethoven am Herzen

Eine Ende Oktober 2016 vom Bonner General-Anzeiger veröffentlichte repräsentative Umfrage zeigt hohe Zustimmungswerte der Bonner bei der Frage der Bedeutung Beethovens für die Zukunft der Stadt. Der Vorsitzende der BÜRGER FÜR BEETHOVEN Stephan Eisel sieht darin eine Ermutigung für die Stadtpolitik: "Rat und Verwaltung sollten diesen Rückenwind nutzen, um Bonn besser als Beethovenstadt sichtbar und erlebbar machen." Lesen Sie mehr…
16. Okt 2016

Das Beethoven-Jubiläum 2020 sollte Bonn als Chance

zur Profilierung als Beethovenstadt nutzen. Dabei geht es nicht um ein einmaliges Feuerwerk im Jubiläumsjahr, sondern um die Chance nachhaltiger Strukturen. Wichtig ist es vor allem, die Sichtbarkeit der authentischen Orte zu optimieren und damit zu verdeutlichen, dass Beethoven 22 Jahre in Bonn gelebt und gearbeitet hat - länger als Mozart in Salzburg. Lesen Sie hier einen Aufsatz des Vorsitzenden der BÜRGER FÜR BEETHOVEN Stephan Eisel für die Beethoven-Jubiläums GmbH, die Bund, NRW, die Stadt Bonn und der Rhein-Sieg-Kreis gegründet haben (www.bthvn2020.de) Lesen Sie mehr…
09. Okt 2016

Dass dem Stadtbezirk Bonn eine öffentliche Toilettenanlage

wichtiger ist als Beethovens Taufkirche wollen die BÜRGER FÜR BEETHOVEN nicht hinnehmen. Einen entsprechenden Beschluss hat aber die Bonner Bezirksvertretung gefasst. Die Mehrheit lehnte es ab, die Neugestaltung des Remigiusplatzes an Beethoven auszurichten, dessen Taufkirche auf dem Platz gestanden hatte. Die BÜRGER FÜR BEETHOVEN wollen, dass dieser authentische Ort als Beethovenort erlebbar wird und halten die bisherigen kommunalpolitischen Vorstellungen dazu für unzureichend.  Lesen Sie mehr…
03. Okt 2016

Erfolgreich war der Stand der BÜRGER FÜR BEETHOVEN

beim Bonnfest 2016. Viele Bürger interessierten sich für den größten Sohn Bonns. Da der stand am Remigiusplatz aufgestellt war, wurde auch immer wieder nach der Taufkirche Beethovens gefragt, die hier einmal Stand. Einige Besucher wurden spontan durch Eintritt in den Verein selbst "BÜRGER FÜR BEETHOVEN" Lesen Sie mehr…
20. Sep 2016

Zum Risiko für das Jubiläumsjahr 2020 entwickelt sich

die aufwendige Sanierung der alten Beethovenhalle. Darauf haben die BÜRGER FÜR BEETHOVEN angesichts der unrealistisch knapp kalkulierten Bauzeit hingewiesen. Zwischen der geplanten Fertigstellung und dem Beginn des Jubiläumsjahres mit dem Beethvoenfest 2019 liegt nach neuen Angaben der Bonner Stadtverwaltung ein zeitlicher Puffer von nur sechs Monaten. Ausserdem ist trotz der schon jetzt auf 60 Mio Euro geschätzten Sanierung keine akustische Verbesserung in der alten Mehrzweckhalle vorgesehen. Lesen Sie mehr…
28. Aug 2016

Dass der Deutschlandfunk jetzt über die Bonner Vorbereitungen

zu Beethoven 2020 berichtete, wurde ausgelöst durch eine Zusammenstellung der Aktivitäten der BÜRGER FÜR BEETHOVEN zum 250. Geburtstag des größten sohns der Stadt. Hier können Sie den DLF-Bericht nachhören und finden eine Übersicht über unsere Geburtstagsvorbereitungen. Seit Juni 2012 drängen wir darauf, dass das Beethoven-Jubiläum wahr- und erstgenommen wird und haben dazu viele konkrete Initiativen ergriffen. Lesen Sie mehr…