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Bei ihrer Jahreshauptversammlung wählten die

23. April 2015
BÜRGER FÜR BEETHOVEN mit Annette Schwolen-Flümann und Roland Nestler zwei neue Vorstandsmitglieder.  Seit Anfang 2014 konnte der Vereins insgesamt 200 neue Mitglieder begrüßen. Mit insgeamt 1,433 Mitgliedern ist er einer größten Bonner Vereine überhauptr. In seinem Rechenschaftsbericht ging der Vorsitzende Stephan Eisel insbesondere auf die Themen Festspielhaus und Beethoven-Jubiläum 2020 ein.
Bei ihrer Jahreshauptversammlung wählten die

 

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"Mehr Dynamik fürt Beethoven tut Not"


BÜRGER FÜR BEETHOVEN trafen sich zur Jahreshauptversammlung

200 Neueintritte in einem Jahr – Schwolen-Flümann und Nestler neu im Vorstand

Die BÜRGER FÜR BEETHOVEN trafen sich am 22. April im Rheinhotel Dreesen zu ihrer Jahres-hauptversammlung. Im Mittelpunkt standen dabei das Beethoven-Festspielhaus, die Vorbereitung des Beethoven-Jubiläums 2020 und Nachwahlen zum Vereinsvorstand. In seinem Bericht forderte der Vorsitzende des Vereins Stephan Eisel unter großem Beifall der 200 anwesenden Vereinsmitglieder „mehr Schwung in der Beethovenstadt, wenn es um Beethoven geht": „Das gilt sowohl beim Festspielhaus wie bei den Vorbereitungen für 2020. Zum 250. Geburtstag Beethovens wird die ganze Welt auf seine Geburtsstadt schauen. Das ist eine riesige Chance der nationalen und internationalen Präsentation für Bonn, aber eben leider auch eine Gelegenheit, sich vor aller Welt zu blamieren. Das hat noch nicht jeder in Rat und Verwaltung begriffen."

Eisel unterstrich die Notwendigkeit eines Konzertsaals in der Beethovenstadt: „Die Telekom Baskets spielen auch nicht in der alten Schmitthalle in Duisdorf, sondern sind nur mit ihrem Telekom Dome bundesligatauglich. Kein Mensch käme auf die Idee einer Ausstellung mit Macke-Bildern im Foyer des Stadthauses, wo es kein vernünftiges Licht gibt. So hat auch die Musik Beethovens den Anspruch dort zu erklingen, wo man sie in ihrer ganzen Ausstrahlung hören kann, und nicht in einer umgestalteten Mehrzweckhalle."

Man wisse jetzt, dass schon der Umbau der Beethovenhalle zu einer angeblich konzerttauglichen Multi-funktionshalle die Stadt mit mindestens 69 Mio Euro wesentlich mehr koste als ihr Beitrag von 14,4 Mio Euro für das im Bau vollständig privat finanzierte und im Betrieb wesentlich vom Bund und privaten Sponsoren getragene Festspielhaus: „Und selbst dann hätten wir noch keinen Konzertsaal. Es ist doch ein Stück ein Stück aus dem Tollhaus, wenn die gleichen, die diesen städtischen Beitrag zum Spitzenkonzertsaal im Festspielhaus für zu hoch halten, ohne Bedenken das Fünffache für eine nur bedingt konzerttaugliche Beethovenhalle ausgeben wollen. Allein die von der Verwaltung im Rat beantragten Planungsmittel für die Beethovenhalle sind mit 3,25 Mio Euro mehr als ein Drittel dessen, was die Stadt in den nächsten 20 Jahren als Kapital in die Festspielhaus-Betriebsstiftung zahlen will. Das ist aberwitzig. Und diejenigen, die dem von den Weltunternehmen Post und Telekom geprüften Businessplan für das Festspielhaus nicht trauen, frage ich: Wo ist eigentlich der Businessplan für die Beethovenhalle?"

Auch bei den Vorbereitungen für das Beethoven-Jubiläum 2020 forderte Eisel mehr Schwang. Zwar werde im Bund werde konkret an der Umsetzung der Koalitionsvereinbarung gearbeitet, aber in Bonn gebe noch keine wirkliche Vorstellung, was man auf den Weg bringen wolle: „Dabei liegen die kommunalen Pflichten auf der Hand: das reicht vom Zustand der Bonngasse über einem sichtbaren Beethoven-Rundgang bis zu Hinweisen auf die Beethovenstadt an den Eingangstoren der Stadt wie dem Bahnhof oder dem Flughafen." Die BÜRGER FÜR BEETHOVEN sehen sich hier als Vorreiter. Sie haben 2014 einen Aufgabenkatalog für das Jubiläumsjahr vorgelegt, werben seit 2012 mit einem eigenen Logo „Beethoven 2020 – Wir sind dabei" und sammeln an einem „Runden Beethoventisch" mit anderen Organisationen Ideen für bürgerschaftliche Aktionen.

Eisel sagte, beim Thema Beethoven sei die Bürgerschaft weiter „als mancher in den Amtsstuben". Es sei kein Zufall, dass die BÜRGER FÜR BEETHOVEN mit 1.433 Mitgliedern einer der größten Bonner Vereine seien. Allein im letzten Jahr habe man 200 Neueintritte verzeichnen können. Bei den notwendigen Nachwahlen in wur-den einstimmig die frühere Bad Godesberger Bezirksbürgermeisterin Annette Schwolen-Flümann und der Mitarbeiter der Deutschen Bank Roland Nestler in den Vorstand gewählt.

Die neuen Vorstandsmitglieder Annette Schwolen-Flümann (Mitte) und Roland Nestler (rechts) mit dem Vorsitzenden Stephan Eisel (links)
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