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Alle Fragen zum Beethoven-Festspielhaus sind berechtigt, aber

es gibt auch Antworten darauf. Da die Stadtverwaltung es versäumt, die Bonner über die wichtigsten Grundlagen des Vorhabens aufzuklären, übernehmen wir auch das im bürgerschaftlichen Engagement. Hier erhalten Sie alle notwendigen Informationen und können auch gerne nachfragen. Mitte Januar haben übrigens CDU, SPD, FDP und Bürgerbund im Rat der Einleitung des Bebauungsplanverfahrens zugestimmt.
Alle Fragen zum Beethoven-Festspielhaus sind berechtigt, aber

Detaillierte Informationen und den aktuellen Sachstand zum Beethoven-Festspielhaus finden Sie hier.


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Das Beethoven-Festspielhaus:

Zehn Fragen – Zehn Antworten

1) Wie kann sich die hochverschuldete Stadt Bonn ein Beethoven Festspielhaus leisten?

Das Festspielhaus ist keine kommunale, sondern eine nationale Einrichtung. Wie bei der Bundeskunst­halle oder dem Haus der Geschichte hat Bonn  schon durch die Touristen davon viele Vorteile – auch wirtschaftlich. Es geht um über 100 Mio, die u.a. die Post als Weltunternehmen, der Bund und die örtli­che Wirtschaft  in Bonn investieren wollen.

2) Wer bezahlt die Baukosten und die Kostensteigerungen, die wir von vielen öffentlichen Bauten kennen?

Der Bau des Festspielhauses wird nicht von der öffentlichen Hand, sondern  incl. aller Risiken von Kos­tensteigerungen ausschließlich privat finanziert. Die Stadt hat mit dem Bau nichts zu tun, das ist Sache der privaten Investoren: Die Deutsche Post, der Förderverein Festspielhaus (5000x5000) und die Beethoventaler-Genossenschaft. Die Träger der Baukosten sind also keine anonymen Investoren, son­dern in Bonn ansässige Unternehmen und angesehene Bürger der Stadt, die bereits viel eigenes Geld in­vestiert haben – über 5 Mio Euro für den Architektenwettbewerb und die Bauvorbereitung wie die Gründung einer Projektentwicklungsgesellschaft und den vorhabenbezogenen Bebauungsplan. 

3) Wer bezahlt die Bauerhaltungskosten, wenn das Festspielhaus einmal steht?

Die „Betriebsstiftung Beethoven-Festspielhaus“ wird vom ersten Jahr an jährlich 1,5 Mio Euro für den Bauerhalt zurücklegen. Das ist in den Wirtschaftsplänen fest verankert. Damit ist ausgeschlossen, dass das Festspielhaus vernachlässigt wird wie wir das von vielen städtischen Gebäuden kennen. 

4) Selbst wenn der Bau privat finanziert wird, wie soll die Stadt den Betrieb des Festspielhauses bezahlen?

Der Betrieb des Festspielhauses ist keine städtische Angelegenheit, sondern dafür wird eine eigene Stif­tung gegründet. Deren Einnahmen kommen aus den Erträgen des Stiftungskapitals, dem Kartenverkauf und Sponsoreneinnahmen. Die größte Kapitaleinlage kommt mit 39 Mio Euro vom Bund. Die Sparkasse KölnBonn steuert 5 Mio und der Rhein-Sieg-Kreis 3 Mio Euro bei. Auch das Land hat einen Zuschuss zugesagt. Die Stadt Bonn muss über die Höhe ihres Beitrages noch entscheiden. Aber weil eine Stiftung nicht mehr Geld ausgeben darf, als sie einnimmt, ist hier ein Fass ohne Boden und ein Risiko für die Stadt ausgeschlossen. Es geht eben nicht um eine kommunale Einrichtung. 

5) Wo soll das Beethoven-Festspielhaus denn nun gebaut werden -  an der Rheinaue oder neben der Beethovenhalle ?
Leider steuern Oberbürgermeister und Rat in der Standortfrage einen Zick-Zack-Kurs: Mit Beschluss am 24. November  2011 hat der Stadtrat seine bis dahin geltende Haltung geändert, die alte Beethoven­halle durch das Festspielhaus zu ersetzen und einen Standort an der Rheinaue (Petra-Kelly-Allee) be­schlossen. Dieser Standort wird weiter geprüft, aber am 30. Januar 2014 hat der Rat seinen Beschluss wieder geändert: Jetzt wird geprüft, ob das Festspielhaus neben der alten Halle errichtet werden kann.

6) Was soll überhaupt im Beethoven-Festspielhaus stattfinden?

Der Betrieb des Festspielhauses ruht auf vier Säulen: Dort werden das Beethovenorchester und das Beethovenfest ihre Heimat finden, die Stiftung Beethoven-Festspielhaus organisiert ein eigenes Kon­zertprogramm und der Konzertsaal wird an andere Veranstalter vermietet  - für Klassik,  Jazz, Rock und Weltmusik. 

7) Woher sollen denn die Besucher für das Festspielhaus kommen ?

Jetzt gibt es in Bonn jährlich etwa 90.000 Konzertbesucher. Studien zeigen, dass damit selbst das regio­nale Potential (eine Stunde Fahrzeit) noch nicht ausgeschöpft ist, vor allem weil die alte Beethovenhalle kein attraktives Konzertambiente bietet. Das nationale Besucherpotential (Konzertbesuch mit einer Übernachtung) und das internationale Potential (mehrere Konzertbesuche und Aufenthalt von ca. einer Woche) liegen bisher für Bonn brach. Durch die nationale und internationale Ausstrahlung des neuen Festspielhauses ist auch bei sehr zurückhaltenden Prognosen mindestens mit 50-60.000 zusätzlichen  Konzertbesuchern zu rechnen.  

8) Ist es nicht viel zu spät, um das Festspielhaus rechtzeitig bis zum 250. Beethoven-Geburtstag 2020 fertig zu stellen?

Der Bauantrag für den Posttower wurde 1998 gestellt, der erste Spatenstich erfolgte 2000 und der Ein­zug Ende 2002. Die Verantwortlichen dafür werden auch  den Bau des Festspielhauses in die Hand neh­men. Um 2019 den Probetrieb aufnehmen zu können, sollte also bis Ende 2015 ein Bauantrag mit einer Entscheidung über Standort und Architektur gestellt sein. 

9) Warum bauen wir nicht die alte Beethovenhalle zum modernen Konzertsaal um?

Die Beethovenhalle ist eine Mehrzweckhalle. Schon ihre nur bauliche Sanierung kostet mindestens 5 Mio Euro. Für den Umbau zur modernen „Multifunktionshalle“ werden mindestens 30 Mio Euro veran­schlagt. Ein Konzertsaal, der heutigen Ansprüchen genügt, würde nach ersten Schätzungen mindestens  42 Mio Euro kosten. Das müsste die Stadt alles selbst bezahlen, denn dafür gibt es weder Mittel des Bundes noch der Post oder anderer Unternehmen. 

10) Brauchen wir das Geld denn nicht dringender z. B. für die Renovierung von Schu­len?

Die Gelder für das Festspielhaus sind zweckgebunden und können nicht in den kommunalen Haushalt fließen. Wenn das Festspielhaus nicht gebaut wird, ist das Geld für Bonn verloren und wird woanders ausgegeben. Wenn es gebaut wird, steigert es die Attraktivität Bonns und seine Wirtschaftskraft. Davon haben alle etwas.


 

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