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Kulturstaatsministerin Grütters und Ministerpräsidentin Kraft

16. Oktober 2014
haben in Schreiben an den Vorsitzenden der BÜRGER FÜR BEETHOVEN, Stephan Eisel, die Vorschläge des Vereins zur Gestaltung des Beethoven-Jubiläum 2020 unterstützt und die nationale und internationale Bedeutung des 250. Beethoven-Geburtstages hervorgehoben.
Kulturstaatsministerin Grütters und Ministerpräsidentin Kraft

 

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Grütters und Kraft unterstützen Beethoven 2020

Bund will „koordinierende Rolle“ übernehmen
Positive Resonanz auf Vorschläge der BÜRGER FÜR BEETHOVEN

Kulturstaatsministerin Monika Grütters für den Bund und Nordrhein-Westfalens Ministerprä­sidentin Hannelore Kraft haben die Bedeutung des Beethoven-Jubiläumsjahres 2020 unterstri­chen. Der Vorsitzende der BÜRGER FÜR BEETHOVEN Stephan Eisel bestätigte den Ein­gang entsprechender Schreiben: „Beide betonen, wie wichtig ein langer und gründlicher Pla­nungsvorlauf für das Gelingen des Jubiläumsjahres sind. Im Bund sind auch schon erste kon­krete Schritte unternommen worden. Ich hoffe, dass jetzt auch die Stadt bald nachzieht.“ 

Kraft und Grütters reagierten in ihren Schreiben auf die Studie „Mozart – 250 – Beethoven“, die die BÜRGER FÜR BEETHOVEN Ende September mit Anregungen aus dem Mozartjahr 2006 für das Beethovenjahr 2020 vorgelegt hatten. Darin wird u. a. ein Bundesbeauftragter für das Beethoven-Jubiläum gefordert. Dies entspreche der Festlegung in der Koalitionsverein­barung, wonach „die Vorbereitung dieses wichtigen Jubiläums eine na­tionale Aufgabe ist.“ 

Kulturstaatsministerin Monika Grütters schrieb Eisel nun für die Bundesregierung, “dass der Bund seine koordinierende Rolle für das nationale Ereignis annehmen wird.” Man müsse “ein solches Jubiläum konzeptionell gründlich vorbereiten”. Es habe bereits ein erstes Gespräch der “bundesgeförderten Kultureinrichtungen stattgefunden, die einen wichtigen Beitrag zum Beethoven-Jubiläum leisten können und sollen.” Die Analyse des Mozartjahres 2006 und die daraus abgeleiteten Anregungen werde man in den Diskussionsprozess einbeziehen. 

Auch NRW-Ministerpräsidentin Hannolore Kraft unterstrich in ihrem Schreiben an die BÜR­GER FÜR BEETHOVEN, “dass dieses für unser Land so wichtigen Jubiläums einen langen Planungsvorlauf erfordert. Für die wertvolle Unterstützung engagierter Bürgerinnen und Bür­ger für eine gelungene Begehung des Jubiläums, wie Sie und Ihr Verein sie leisten bin ich sehr dankbar.” Die konkreten Anregungen aus dem Mozartjahr 2006 habe sie dem zuständi­gen Ministerium weitergeleitet, “weil sich von den Erfahrungen unserer österreichischen Nachbarn mit den Feierlichkeiten anlässlich des 250. Geburtstages von Wolfgang Mozart durchaus Erkenntnisse ableiten“ lassen. 

Eisel zeigte sich vor allem erfreut darüber, dass der Bund die Koordination für die Vorbereitung des Jubiläums übernehmen will. Wichtig sei auch, dass die Ministerpräsidentin den Beethoven-Geburtstag auch aus Landessicht als wichtiges Ereignis anerkannt habe. 

Jetzt erwarten die BÜRGER FÜR BEETHOVEN auch von der Stadt Bonn konkrete Ent­scheidungen: „Wir fordern einen städtischen „Projektbeirat Beethoven 2020“, der die bürger­schaftliche Beethovenfamilie einbezieht. Notwendig ist auch ein städtischer Projektbeauftragter, für den die Vorbereitung des Beethovenjahres Hauptsache und nicht siebter Nebenjob ist.“ Nur mit sol­chen klaren Verantwortlichkeiten und Prioritäten hätten die Österreicher das Mozartjahr 2006 zu einem Erfolg geführt, von dem die Mozartstädte Salzburg und Wien noch heute profitieren. Als Neben­sache im laufenden Verwaltungsbetrieb, so Eisel, werde man die „Riesenchance des weltweit gefeierten Beethoven-Jubiläums für Bonn verpassen.“ 

 

Aus der Analyse des Mozartjahres 2006 leiten die BÜRGER FÜR BEETHOVEN insgesamt zehn konkrete Anregungen für das Beethoven-Jubiläum ab:

 

1) Beethoven 2020 ist nicht zuerst eine kommunale, sondern vor allem eine natio­nale Aufgab­e.

 

2) Wir brauchen möglichst bald einen Bundesbeauftragten für das Beetho­ven-Jubiläum.

3) Für Beethoven 2020 sollte eine ei­genständige Organisationsstruktur gebildet werden.

4) Das Beethoven-Jubiläum braucht ein ausreichendes ei­genständiges Budget.

5) Ein Jubiläumsprogramm muss Vielfalt und Aktuali­tät mit Breitenwir­kung verbin­den.

6) Die Beethovenstadt Bonn muss im Mittelpunkt des na­tionalen Jubiläumsjah­res ste­hen.

7) Das Beethoven-Jubiläum muss national und international genutzt werden, insbeson­dere auch in der Tourismuswerbung.

8) Beethoven und Europa gehören zusammen. Das spricht für einen Bonner EU-Gipfel im Jubiläumsjahr, wenn die EU-Präsidentschaft auf Deutschland fällt.

9) Das Beethoven-Festspielhaus ist der Leuchtturm für Beethoven 2020.

10) Bonn muss seiner Verantwortung als Beethovenstadt besser gerecht werden.

 

 Die 28-seitige Studie „Mozart -250 – Beethoven: Anregungen aus dem Mozartjahr 2006 für das Beetho­venjahr 2010“ erhalten Sie bei BÜRGER FÜR BEETHOVEN, Kurfürstenallee 2-3, 53177 Bonn oder im Internet unter www.buer­ger-fuer-beethoven.de 

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